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Im Kino: "Bridget Jones' Baby" - witzig wie eh und je

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BRIDGET JONES BABY
"Bridget Jones' Baby" mit Neuzugung Patrick Dempsey | STUDIOCANAL GMBH/ Giles Keyte
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Alles beginnt wieder auf der Couch in ihrer Londoner Wohnung: Bridget Jones (Renée Zellweger, 47) ist inzwischen 43 Jahre alt, hat keine Probleme mehr mit dem Gewicht, Single ist sie aber immer noch. Doch das wird sich ändern: In "Bridget Jones' Baby" (Kinostart: 20. Oktober) wird sie sogar schwanger. Leider weiß die TV-Produzentin nicht von wem. Infrage kommen ihre große Liebe aus den beiden Vorgängerfilmen, der eher spröde britische Menschenrechtsanwalt Mark Darcy (Colin Firth, 56) und der charismatische US-Amerikaner Jack Qwant (Patrick Dempsey, 50)... Die wichtigsten Antworten zum dritten Teil der Reihe:

Kann der Film an die Vorgängerkomödien anknüpfen?

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Jeder guten Komödie liegt ein tragischer Konflikt zugrunde. Und der Konflikt, in dem sich Bridget Jones 2016 befindet, ist tatsächlich krass: Schwanger, aber von wem? Doch das ist nicht das einzige Problem. Beide Männer bekennen sich zu ihr und dem Kind und so stellt sich nun die Frage: "Wie könnte ich ihm jetzt noch sagen, dass nicht nur er der Vater sein könnte?" - Beste Voraussetzungen also für unterhaltsame Wendungen und Dialoge wie in den Vorgängerkomödien "Schokolade zum Frühstück" (2001) und "Am Rande des Wahnsinns" (2004).

Fragen zum Cast

Funktioniert die Komödie auch ohne Hugh Grant (56, "Florence Foster Jenkins")? Auch wenn der britische Filmstar dem dritten Teil eine Absage erteilt hat, im Film spielt er dennoch eine Rolle. Die Drehbuchautoren haben sich einen gelungenen Dreh für Schwerenöter Daniel Cleaver einfallen lassen. Und so sorgt Hugh Grant auch in Abwesenheit für einige Lacher.

Kann Patrick Dempsey Hugh Grant ersetzen? Als Dr. Derek Shepherd (2005-2015) wurde der US-Schauspieler Dempsey mit der Erfolgsserie "Grey's Anatomy" (seit 2005) zu McDreamy, dem absoluten Frauenschwarm. Und auch in "Bridget Jones' Baby" ist er ziemlich süß - und somit ein gelungener Ersatz-Schwarm für das vermutlich vorrangig weibliche Kinopublikum.

Gibt es spannende Nebenrollen? Neben dem Cameo-Auftritt des britischen Singer-Songwriters Ed Sheeran (25, "Sing") überzeugt vor allem die britische Oscar-Gewinnerin Emma Thompson (57, "Wiedersehen in Howards End"). Sie spielt Bridgets arrogante Frauenärztin, die die Geschichten von "geriatrischen Müttern" nicht mehr hören kann. Thompson schrieb übrigens auch das Drehbuch zur Komödie - zusammen mit Komiker Dan Mazer (45, "Das hält kein Jahr") und der britischen Autorin Helen Fielding (58), auf deren Kolumnen die "Bridget Jones"-Reihe aufbaut.

Lohnt sich der Kinobesuch?

Renée Zellweger ist ein wenig die Leichtigkeit der ersten beiden Filme verloren gegangen und Colin Firth sein Harte-Schale-weicher-Kern-Charme. Aber hat man sich erstmal an die im Vergleich zu 2001 und 2004 reiferen Gesichter gewöhnt, macht der Film Spaß. Vor allem auch wegen der vielen Anspielungen an das Älterwerden der Stars - Stichworte: Facetime, Selfies, heldenhafte Retter... "Bridget Jones' Baby" ist wohl eher nichts für Männer oder Dates, aber ein Kinoabend mit Freundinnen dürfte für gute Laune sorgen. Vielleicht macht er auch Lust auf einen Festivalbesuch statt dem obligatorischen Wellnesswochenende - oder um es mit Bridget Jones' Worten zu sagen: "Ding fucking dong!"