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Schauspieler Hardy Krüger: Er bezeichnet Donald Trump als Todfeind

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Hardy Krüger bei einer Veranstaltung in Berlin

Welt-Star Hardy Krüger (88, "Der Flug des Phoenix") ist in Hamburg und Kalifornien zu Hause. Schon seit Jahrzehnten lebt er auch in den USA und sagt in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" über seine Wahlheimat: "Es ist nun mal so: Ich bin Hollywood-Schauspieler, habe dort meine Karriere gemacht. In den USA fühle ich mich sehr wohl. Allerdings habe ich dort im Moment einen Todfeind - und das ist Mister Trump." Er sei "der unverschämteste Lügner unter Politikern, den ich je erlebt habe. In einem Satz bringt er drei Lügen unter." Bislang habe er die Republikaner immer als eine normale Partei betrachtet. Das Gegenteil sei jetzt der Fall, sagte Krüger.

Entsetzt zeigte sich der Schauspieler und Autor auch von den Pöblern in Dresden am Tag der Deutschen Einheit. "Ich finde das unglaublich schockierend", so Krüger in der "Welt am Sonntag". Er mache sich "große Sorgen" um Deutschland: "Die Unzufriedenheit hat, wegen einiger Fehler der Politik, enorm zugenommen. Die Zahl der rechten Gruppierungen in der Politik hat ebenfalls zugenommen, was mich an die Parteienzersplitterung in der Weimarer Republik erinnert, die es unmöglich machte, Hitler zu widerstehen".

"Was das Leben sich erlaubt: Mein Deutschland und ich" von Hardy Krüger finden Sie hier

Auf Weimarer Verhältnisse sehe er Deutschland im Jahr 2016 aber nicht wieder zusteuern. "Die Unzufriedenen, das sind viele Ältere, viele aus dem Mittelstand. Meine Anti-Nazi-Kampagne habe ich in den vergangenen Jahren mehr auf die jüngere Generation ausgerichtet." Er habe in Gymnasien von seiner Jugend in der NS-Zeit erzählt, so Krüger. "Und das war auch ein Antrieb, mein neues Buch zu schreiben - damit andere aus meinen Erfahrungen lernen können." "Was das Leben sich erlaubt: Mein Deutschland und ich" ist am 14. Oktober erschienen. Es ende mit einem Appell an die Jugend von heute, so der Autor: "Schweigt nicht zu den verbrecherischen Thesen von gefährlich rechts und ganz weit links. Hebt euch ab von Politikverdrossenen."