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12 Dinge, die erfolgreiche Menschen NIEMALS über sich in der Arbeit preisgeben

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12 Dinge, die erfolgreiche Menschen NIEMALS über sich in der Arbeit preisgeben | Thomas Barwick via Getty Images
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Ihr könnt euch kein gutes berufliches Netzwerk aufbauen, wenn ihr nicht offen euren Kollegen gegenüber seid; entscheidend ist aber, WIE offen ihr dabei seid.

Wenn ihr die falschen Sachen von euch preisgebt, könnte sich das negative auf eure Karriere auswirken.

Das Richtige im richtigen Moment zu sagen, ist fast eine Kunst. Manchmal denkt man, ein kleiner Witz oder die ein oder andere private Anekdote stärken das Verhältnis zu den Kollegen – aber manche Aussagen fallen einem danach leider auch auf den Kopf.

Was man einmal gesagt hat, kann man nicht mehr zurücknehmen. Deshalb solltet ihr vorher überlegen, welche Grenze ihr mit diesem Satz vielleicht überschreitet.

Die Consulting-Firma TalentSmart hat eine Millionen Menschen in den USA getestet und herausgefunden, dass viele herausragende Mitarbeiter eine sehr hohe emotionale Intelligenz haben (mehr als 90 Prozent der Top Performer, um genau zu sein).

Menschen mit emotionaler Intelligenz können andere sehr gut verstehen und durchschauen – und wissen genau, was sie von sich in der Arbeit preisgeben sollten und was nicht.

Hier ist eine Liste mit Dingen, die ihr besser für euch behalten solltet, wenn ihr eure Karriere nicht in Gefahr bringen wollt.

Erfolgreiche Menschen verraten NIEMALS in der Arbeit...

1. Dass sie ihren Job hassen

Das letzte, was die Kollegen bei der Arbeit hören möchten, ist wie jemand sich darüber beschwert, wie sehr er seinen Job hasst. Wer das tut, kennzeichnet sich selbst als negative Person, die kein Teamplayer ist.

Das zieht die Moral der Gruppe herunter. Chefs sind schnell darin, die Neinsager in einer Gruppe zu identifizieren, die die Stimmung drücken und sie wissen, dass es immer enthusiastischere Bewerber gibt, die nur auf eine Chance warten.

2. Dass sie jemanden für inkompetent halten

Es wird immer und in jedem Arbeitsumfeld inkompetente Leute geben und vermutlich wissen alle, wer das ist. Wenn ihr nicht die Kraft habt, ihnen zu helfen, damit sie sich verbessern, oder die Macht, sie zu entlassen, dann habt ihr rein gar nichts davon, ihre Untauglichkeit breitzutreten.

Wenn ihr über die Inkompetenz eines Mitarbeiters sprecht, wirkt es schnell wie ein unsicherer Versuch, euch selbst besser aussehen zu lassen. Eure Abgebrühtheit wird unweigerlich auf euch zurückfallen und euch verfolgen - denn andere Mitarbeiter werden ein schlechtes Bild von euch haben.

3. Wie viel Geld sie verdienen

Eure Eltern wollen bestimmt gerne hören, wie viel ihr monatlich verdient, doch am Arbeitsplatz hat diese Information nur negative Konsequenzen. Es ist unmöglich, in Gehaltsfragen vollkommene Fairness zu erreichen und wenn ihr euer Einkommen preisgebt, ermöglicht ihr euren Kollegen den direkten Vergleich.

Sobald ihr verraten habt, wie viel ihr verdient, wird alles, was ihr tut, damit verglichen, wie viel ihr verdient. Es ist verlockend, sich aus reiner Neugier mit einem engen Kollegen über Gehälter auszutauschen, doch in dem Moment, in dem ihr es tut, werdet ihr einander anders betrachten als zuvor.

4. Ihre politische und religiöse Einstellung

Eure politischen und religiösen Ansichten sind zu stark mit euren Identitäten verwoben, als dass ihr sie gefahrlos am Arbeitsplatz diskutieren könntet. Wenn ihr in politischer oder religiöser Hinsicht anderer Meinung seid als ein Kollege, kann das schnell dazu führen, dass er seine Meinung über euch ändert. Die zentralen Werte eines Menschen in Frage zu stellen, gehört zu den beleidigendsten Dingen, die man tun kann.

Mehr zum Thema: 12 Fehler, mit denen Chefs ihre besten Mitarbeiter in die Kündigung treiben

Natürlich haben unterschiedliche Menschen unterschiedliche Ansichten zu Politik und Religion, doch die eigenen Werte zu behaupten, kann Menschen genauso abschrecken wie faszinieren. Selbst das Gespräch auf ein aktuelles Weltereignis zu lenken, zu dem man eine starke Meinung hat, kann zu Konflikten führen.

Menschen bauen ihr Leben rund um ihre Ideale und Überzeugungen auf - deshalb ist es riskant, eure eigenen preiszugeben. Hört anderen bereitwillig zu, ohne eurerseits etwas hizuzufügen, denn es reicht manchmal schon ein missbilligender Blick aus, um einen Konflikt zu starten.

Politische Meinungen und religiöse Ansichten sind so tief mit den Menschen verwurzelt, dass es viel wahrscheinlicher ist, dass ihr verurteilt werdet, wenn ihr ihre Meinungen in Frage stellt, als dass ihr irgendetwas daran ändern könnt.

5. Was sie auf Facebook machen

Das Letzte, was euer Chef sehen möchte, wenn er sich auf Facebook einloggt: Wie ihr euch Tequila-Shots im Urlaub auf Malle reinkippt.

Es gibt einfach zu viele Arten, wie ihr euch auf Facebook lächerlich machen und einen schlechten Eindruck hinterlassen könnt.

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Es könnten eure Klamotten sein, eure Freunde, eure Aktivitäten, oder sogar nur, was andere dazu schreiben. Kleine “Vergehen” könnten schon den Blick eures Chefs oder eurer Kollegen auf euch massiv verändern. Was gerade in dem Moment schlecht wäre, wenn euch ein großes Projekt zugetraut oder ihr befördert werden solltet.

Es ist gar nicht so einfach, sein Leben auf Facebook zu zensieren für andere. Also nehmt eure Kollegen und Chefs erst gar nicht als Freunde an. Wie wäre es zum Beispiel mit Xing oder LinkedIn als professionelle Alternative.

6. Was sie in ihren Schlafzimmern machen.

Egal, ob euer Sexleben bombastisch ist oder erst gar nicht vorhanden – Informationen darüber haben in der Arbeit nichts verloren.

Manche Kollegen grinsen vielleicht, wenn ihr Klatsch und Tratsch aus dem Bett erzählt. Die meisten finden es aber sehr unangebracht. Also denkt erst gar nicht daran, diese Grenze zu überschreiten. Es wird euch einen miesen Ruf verschaffen.

7. Was sie über das Sexleben der anderen denken.

Vertraut mir, souveräne 111 Prozent eurer Kollegen wollen nicht wissen, ob ihr denkt, sie seien ein wildes Tier im Bett. Es gibt keine bessere Methode, sich selbst unbeliebt und lächerlich zu machen, als andere wissen zu lassen, dass man über ihr Sexleben nachdenkt.

Versucht nicht, die sexuelle Orientierung eurer Kollegen zu erraten, unterlasst alle unpassenden Kommentare über Sex. Sogar, wenn sie nur indirekt auf Sex abzielen. Behaltet diese Gedanken lieber für euch.

8. Dass sie lieber den Job des Kollegen hätten.


Es ist gut über Ziele und Ambitionen zu sprechen – aber nicht, wenn eure eigenen denen der anderen in die Quere kommen könnten. Denn das wirkt egoistisch und ignorant. Nämlich den Kollegen und der ganzen Firma gegenüber. Gute Angestellte wollen nämlich das ganze Team zum Erfolg bringen, nicht nur sich selbst. Egal, was euch wirklich antreibt (und wenn es nur das Geld ist), verratet eure persönlichen Ziele nicht.

9. Wie wild sie während des Studiums waren.

Eure Vergangenheit kann viel über euch aussagen. Eure letzte dumme Aktion liegt schon einige Jahre zurück? Gut, aber das heißt nicht, dass euch alle glauben werden, dass ihr euch zu vernünftigen Menschen entwickelt habt.

Eure Kollegen werden sich genau an solche Geschichten erinnern, wenn es darum geht, Verantwortung auf euch zu übertragen. Ja, viele haben wilde Partys gefeiert, sind mal leicht angetrunken mit dem Auto gefahren oder haben im Shop etwas mitgehen lassen. Aber das heißt nicht, dass man diese Erlebnisse mit allen teilen muss. Denn sie werden sich erinnern, dass ihr in der Verganhenheit schlechte Entscheidungen getroffen habt oder eure Grenzen nicht kanntet.

10. Wie betrunken sie am Wochenende waren.

Ihr denkt wahrscheinlich, es wäre schon in Ordnung, über euer Party-Wochenende oder euren Kater zu sprechen. Schließlich seid ihr am Montag ja immer engagiert und motiviert.

Aber nein. Wenn ihr eure Anekdoten vom Wochenende teilt, heißt das nicht, dass die anderen denken, ihr seid entspannte und witzige Menschen. Sie denken wahrscheinlich eher, dass ihr unreif seid. Vor allem Drogen und Alkohol sind ein heikles Thema, den ihr wisst nicht, wie euer Gegenüber darüber denkt.

11. Ihren beleidigendsten Witz

Wenn es eine Sache gibt, die wir von Promis lernen können, dann ist es diese hier: Seid vorsichtig, zu wem ihr was sagt. Politisch unkorrekte Witze oder anzügliche Bemerkungen lassen euch unter Umständen richtig mies aussehen. Sie sind auch meistens nicht so lustig wie eine simple, schlaue Bemerkung.

Ein Witz geht dann zu weit, wenn ihr denkt, ihr seid dem anderen schon nahe – und eure Grenzen austesten wollt. Wenn ihr irgendjemanden auch nur annähernd mit eurem Witz beleidigen könntet, dann behaltet ihn lieber für euch.

Ihr wisst nie, wen die Leute kennen oder welche Erfahrung sie in ihrem Leben gemacht haben – all das könnte dazu führen, dass euer Witz sie kränkt.

12. Dass sie einen neuen Job suchen.

Als ich ein Kind war, sagte ich meinem Baseball-Trainer, dass ich in zwei Wochen mit dem Training aufhören werde. Dann saß ich zwei Wochen eben auf der Ersatzbank. Dann beschloss ich aber, doch beim Baseball zu bleiben. Und glaubt mir, es wurde noch schlimmer. Ich war ab diesem Moment “das Kind, das eigentlich gar nicht hier sein möchte”.

Und ich war selbst Schuld. Ich habe ihm meine Entscheidung mitgeteilt, bevor ich überhaupt sicher war. Dasselbe passiert, wenn ihr Kollegen sagt, dass ihr euch nach einem neuen Job umschaut. Ab dem Moment, wo ihr sagt, dass ihr gehen wollt, werden euch die anderen nicht mehr ernst nehmen.

Blöd nur, wenn ihr gar keinen anderen Job findet. Also wartet lieber, bis ihr etwas Sicheres habt. Sonst landet ihr auch auf der Ersatzbank.

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Gina Louisa Metzler und Valentina Resetarits aus dem Englischen übersetzt.

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