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Grünen-Politiker Beck rät Deutschen in Migrantenvierteln: "Dann sollen sie halt deren Sprache lernen"

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Es sollte ein Plädoyer für mehr Verständigung zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen in Deutschland werden. Doch was Grünen-Politiker Volker Beck in einem Interview mit n-tv-Journalist Constantin Schreiber sagte, sorgt nun bei Zuschauern für eine Welle der Entrüstung.

Denn Beck fordert Deutsche dazu auf, die Sprache der Migranten zu lernen, wenn sie in ihrem Stadtteil das Gefühl haben, sie bekämen "etwas nicht mit“.

Wie kam es zu der kontroversen Aussage?

Schreiber konfrontierte den Grünen-Politiker mit Zuschriften, die ihn erreicht hätten. Viele Deutsche fühlten such demnach von Einwanderern – insbesondere von Muslimen – in Bedrängnis gebracht. Auch Schreiber bemerke, dass er in einigen türkisch-geprägten Vierteln Berlins auffalle und angesprochen werde.

Beck antwortet: "Andere Länder gehen damit etwas entspannter um, wenn in manchen Stadtteilen auch mal eine andere Sprache von einer Migrationscommunity gesprochen wird.“ Man müsse nur einmal in die USA blicken, da "finden sie Chinatown, da finden sie die Gegenden wo die Mexikaner wohnen“.

Der Grünen-Politiker erklärt: "Solange die Leute sich demokratisch verhalten ist mir egal, in welcher Sprache die das tun und keiner stört sich hier auf der Straße, wenn jemand Englisch spricht.“

Und dann: "Das ist ein bisschen ein Unwohlsein, weil man das Gefühl hat, man bekommt was nicht mit aber, wenn einem das wirklich wichtig ist, dann soll man halt diese Sprache lernen, dann kriegt man auch mit, was da läuft.“

In Problemvierteln müsse man dann halt mit Sozialarbeitern agieren, die "die nötige Street-Credibility haben“.

Eine Deutschpflicht in Moscheen, wie sie etwa die CSU fordert, lehnt Beck im Kampfe gegen den radikalen Islam ab. "Selbstverständlich gehört das zur Religionsfreiheit dazu, und es ist auch ein bisschen Heimat, dass man ein Gottesdienstangebot kriegt in der eigenen Sprache“, so Beck.

In den sozialen Netzwerken werden die Aussagen des Grünen-Politikers bereits hitzig diskutiert.

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