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Jetzt spricht Kahn über den Bayern-Eklat: "War jederzeit wahrheitsgetreu"

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OLIVER KAHN
Mit einer Werbeaktion für sein Unternehmen hat Oliver Kahn viele Fans gegen sich aufgebracht | ullstein bild via Getty Images
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  • Mit einer Werbeaktion für sein Unternehmen hat Oliver Kahn viele Fans gegen sich aufgebracht
  • In einem Interview gibt er jetzt zu, dass die Aktion bewusst provokant war - zeigt sich aber auch von der Reaktion seiner Fans betroffen

Mit einer Werbeaktion hat der ehemalige Torhüter des FC Bayern, Oliver Kahn, seine Fans erzürnt. In einem Facebook-Post machte er in der vergangenen Woche Andeutungen über eine große neue Aufgabe, die auf ihn warte. Im Hintergrund des Videos war das Logo seines alten Vereins zu sehen.

"Unnötiges PR-Eigentor"

Natürlich dachten seine Fans, die Torwart-Legende werde zum Bundesligisten zurückkehren und eine wichtige Position einnehmen. Die Stelle des Sportdirektors ist nach Matthias Sammers Weggang ja immer noch unbesetzt.

Der frühere Torwart verkündete aber lediglich den Start eines eigenen Unternehmens. Er wollte mit der Aktion sein Startup Goalplay bewerben, mit dem er Torhüter coacht und mit passendem Equipment ausstattet.

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Die Fans waren empört und auch die Medien kritisierten den Sportstar. "Das unnötige PR-Eigentor von Oliver Kahn", titelte die Tageszeitung "Welt".

Kahn verteidigt sich in einem Interview

In einem Interview mit dem Online-Portal "Business Insider" hat sich Kahn jetzt verteidigt. "Meine Botschaft war jederzeit wahrheitsgetreu", sagte er der News-Seite.

Kahn gab aber auch zu, dass die Entrüstung der Fans zu einem gewissen Maß eingeplant war: "Wenn man ein Unternehmen startet, geht es zunächst immer darum, beim Start eine gewisse Aufmerksamkeit zu generieren." Das Logo des FC Bayern im Hintergrund zu zeigen, "war sicher ein wenig provokativ und hat auch polarisiert", sagte der ehemalige Torhüter.

Gut für das Geschäft

Für Enttäuschung wollte er bei seinen Fans dennoch nicht sorgen. Es habe ihn einerseits emotional sehr bewegt, dass ihn acht Jahre nach seinem Abschied immer noch viele Menschen gerne beim FC Bayern sehen wollten.

Die Reaktion der Fans habe ihn sehr getroffen, sagte der frischgebackene Startup-Gründer.

Für seine Firma Goalplay war die polarisierende Aktion sicherlich günstig. Kahn gab ihm Interview auch zu: "Bei Goalplay haben wir ausschließlich positives Feedback aus der Fachwelt bekommen. Auch viele Torspieler und Torspielerinnen haben sich bereits angemeldet."

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