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Mutter dachte, ihr Kind hätte einen kleinen Ausschlag - jetzt kämpft der Zweijährige um sein Leben

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MENINGOCOCCAL DISEASE
Rote Flecken: Eines der typischen Anzeichen einer Meningokokken-Infektion | BIOPHOTO ASSOCIATES via Getty Images
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  • Eine Frau im australischen Queensland dachte zunächst, ihr Kind hätte nur einen Ausschlag
  • Sie brachte ihren Sohn ins Krankenhaus, wo die Ärzte eine klare Diagnose stellten
  • Hinter dem Ausschlag steckt eine lebensbedrohliche Krankheit

La Vonne Palmer aus Queensland in Australien dachte zunächst, ihr 15 Monate alter Sohn Eli hätte nur einen harmlosen Ausschlag. Als er erwachte, habe er eine erhöhte Temperatur gehabt, berichtete die Mutter der Tageszeitung "The Daily Mail Australia".

Sie habe ihrem Sohn daraufhin Schmerzmittel gegeben und ihn dann wieder ins Bett gelegt. Doch als er begonnen habe, sich pausenlos zu übergeben, habe sie sich ernsthafte Sorgen gemacht. Vor allem als sie die zwei lilafarbenen Punkte auf Elis Haut entdeckte.

Diese sind ein eindeutiges Zeichen für eine lebensbedrohliche Krankheit: Die Meningokokken. Als Meningokokken bezeichnet man eine gefährliche, bakterielle Infektion.

Die Krankheit kann sich innerhalb weniger Stunden ausbreiten

Palmer rief sofort ihren Mann an. Gemeinsam brachten die Beiden ihr Kind ins Krankenhaus. Innerhalb weniger Stunden verbreitete sich der Ausschlag auf der gesamten Haut des Kindes. Die "Daily Mail" hat sehr explizite Fotos dazu veröffentlicht.

Dem kleinen Jungen ging es so schlecht, dass er sogar in ein anderes Krankenhaus verlegt werden musste. Dort bestätigte sich der Verdacht der Eltern. Der Kleine hatte sich mit der lebensbedrohlichen Krankheit infiziert.

Jeder Mensch trägt die Bakterien in sich

Der Arzt Steven Donohue vom Townsville Public Health Unit (TPHU) in Queensland sagte der "Daily Mail", dass jeder Mensch diese Bakterien in sich trage, beispielsweise in der Nase. Im Normalfall seien sie aber harmlos.

Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen, oft beim Anhusten oder Niesen. Außerhalb des Körpers überleben die Bakterien nicht lange, sodass sie auf Gegenständen oder Ähnlichem nicht ansteckend sind.

Die trügerischen Bakterien sollen einen von zehn infizierten Betroffenen töten und zwei von zehn mit bleibenden Schäden zurücklassen. Palmer appelliert nun an alle Mütter, bei Anzeichen für diese gefährliche Krankheit mit ihren Kindern sofort zum Arzt zu gehen. Symptome der gefährlichen Krankheit sind zum Beispiel Kopfschmerzen, Erbrechen, Nackensteife, Lichtempfindlichkeit und rot-violette Hautflecken.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Eltern, ihre Kleinkinder ab dem zweiten Lebensjahr gegen Meningokokken C impfen zu lassen. Die Bundesländer Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben die Impfung gegen Meningokokken vom Typ B ebenfalls in den Impfkalender für Säuglinge integriert. Die STIKO rät bisher nur Risikogruppen, zum Beispiel Kindern mit Immundefekten, zu dieser Impfung.

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(vr)