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Experte erklärt auf einer Serviette: Das sind die größten Fehler, die wir in Sachen Geld machen

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FINANZEN
Experte erklärt auf einer Serviette: Das sind die größten Fehler, die wir in Sachen Geld machen | Twitter / Carl Richards
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Viele Menschen nennen sich Finanzexperten. Viele von ihnen sind als Berater aktiv. Doch längst nicht alle vermeintlichen Finanz-Profis verstehen etwas von ihrem Handwerk.

Carl Richards, Bestsellerautor und "New York Times“-Kolumnist, beschäftigt sich seit Jahren mit den gängigsten Geld-Irrtümern. Er ist der Meinung: Bei vielen Menschen gibt es eine "behavior gap“ – eine Diskrepanz zwischen dem, was sie mit ihrem Geld tun sollten und dem, was sie tatsächlich tun.

Einige der häufigsten Fehler, die viele Menschen machen, hat er nun in einfachen Skizzen erklärt: Sie passen allesamt auf eine Serviette.

1. Nicht über Geld reden

Lange galt der Grundsatz: Über Geld redet man nicht. Das ist ein Fehler, erklärt Richards. Er ist der Auffassung: Je mehr ehrliche Gespräche du über deine Ziele und deine finanziellen Probleme führst, desto mehr gute Entscheidungen wirst du treffen.

2. Neidisch sein

Wie sich Neid anfühlt skizziert Richards anhand von zwei Kreisen. Was andere besitzen, fühlt sich größer, wertvoller und besser an als das, was du selbst besitzt.

Viele Menschen machen den Fehler, sich von diesem Gefühl leiten zu lassen. In der "New York Times“ schreibt Richards: "Das Gefühl ‚Hätte ich nur ein größeres Boot wäre ich glücklicher’ ist ein Problem.“

Das ständige Gefühl, im Wettbewerb mit anderen zu stehen, führe zu einem "Instagram-Leben“ – keinem "echten Leben“. Wichtiger als nach außen Wohlstand zur Schau zu stellen, sei es, Geld zu sparen und an seinem Finanzplan festzuhalten.

3. Geld ausgeben, um Geld zu sparen

Es ist ein Irrtum, dem Menschen sich immer wieder hingeben. Weil etwas reduziert ist, kaufen sie es. Dabei ist klar: Auch wenn man ein Produkt unter Wert ersteht, gibt man dafür Geld aus. Menschen kaufen so Dinge, die sie ursprünglich gar nicht wollten.

Etwas Ähnliches gilt in Steuerfragen. Richards erklärt: "Ich habe es schon oft bei Menschen in den hohen Steuerklassen gesehen. Sie wollen eine Möglichkeit, ihre Steuern zu reduzieren. Sie wissen, dass sie Schuldzinsen von ihrer Erstresidenz abziehen können. Also denken sie: 'Wir brauchen ein größeres Haus, damit wir einen größeren Abzug bekommen.’“ Das sei ein Trugschluss.

4. Nicht bescheiden sein

Bescheidenheit ist wichtig in allen Bereichen des Lebens. Besonders gilt das aber, wenn es ums Geld geht. Das heißt nicht nur, bei seinen Kaufentscheidungen Bescheidenheit walten zu lassen, sondern auch demütig zu bleiben.

Viele Menschen hören auf, Fragen zu stellen, weil sie sich selbst für Experten halten. Richards glaubt: "Wenn es um unser Geld geht, gibt es keine falschen Fragen.“

5. Geld an der falschen Stelle ausgeben

Richards rät, sich bei Ausgaben folgende Frage zu stellen: "Ist die Ausgabe wirklich mit meinen Werten in Einklang zu bringen?“

Dabei sei es wichtig zu hinterfragen, was man mit seinen Investitionen eigentlich will. Richard nutzt das einfache Beispiel seines Freundes Rum. Der lud einen Freund stets zum Essen ein, eine 50-Dollar-Ausgabe.

Stattdessen entschloss er bald, mit seinem Freund wandern zu gehen: Denn es ging ihm nicht um das Essen, sondern um die Freundschaft. Die 50 Dollar würde er stattdessen jetzt in einen Indexfonds investieren – und glücklich sein, das "Geld mit seinen Werten in Einklang zu bringen“.

Richards schreibt: "Stell dir nur vor, du könntest 50 Dollar extra haben und in Dinge investieren, die dir wirklich wichtig sind. Würdest du das unterschreiben? Ich wette, ja.“

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(vr)