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Stress-Umfrage: Davon fühlen sich Deutschlands Angestellte gestresst

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STRESS
Nach einer TK-Studie fühlen sich fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland gestresst - das sind die Gründe | Marc Romanelli via Getty Images
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  • Stress: Fast zwei Drittel fühlen sich zumindest manchmal unter Druck
  • Immer erreichbar: Abschalten fällt uns schwer
  • Das ergab eine Forsa-Umfrage für die TK

Stress kennen die meisten Erwachsenen in Deutschland - manche mehr, manche weniger. Doch immerhin 61 Prozent der Bundesbürger fühlen sich mindestens manchmal unter Druck. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK), die nun vorgestellt worden ist.

Besonders der Job (46 Prozent) und die hohen Ansprüche an sich selbst (43 Prozent) gelten demnach als Stressfaktoren. Immerhin jeder Dritte fühlt sich von den Terminen in der Freizeit gestresst, so das Ergebnis der Umfrage.

So viele macht Stress krank

Das Gefühl kann krank machen: So stiegen die Fehlzeiten wegen psychischer, vor allem auch stressbedingter Erkrankungen wie Depressionen, Angst- oder Belastungsstörungen in den vergangenen 15 Jahren um etwa 90 Prozent.

Allerdings habe sich auch die Diagnostik deutlich verbessert, so dass Krankheiten früher erkannt würden, sagte TK-Chef Jens Baas. Allein bei den TK-Versicherten habe es im vergangenen Jahr über 2,3 Millionen Fehltage wegen Belastungs- und Anpassungsstörungen gegeben.

Problem: Job - fehlender Feierabend, keine Anerkennung

Ausgelöst wird dies durch ein weiteres Problem: Denn das Abschalten im Feierabend oder im Urlaub fällt schwerer. Knapp jeder dritte Berufstätige ist "always on", also ständig erreichbar. "Das spricht nicht für eine gesunde Unternehmenskultur", sagte Baas.

Nicht Regulierungen würden das Problem lösen, sondern ein entsprechendes Vorleben, auch in den Führungsebenen. Man müsse sich fragen, ob diese Form der Erreichbarkeit wirklich notwendig sei.

Außerdem kommt es nach den Ergebnissen der Studie nicht unbedingt nur auf die Menge an Arbeit an, die Beschäftigte unter Druck setzt. Auch fehlende Anerkennung für Geleistetes setzt Arbeitnehmern zu. Auch das sei eine Frage der Kultur, erklärte Peter Wendt, zuständig für Umfragen bei der Krankenkasse.

Um zu entspannen, solltet ihr Fernsehen vermeiden

Wer die Arbeit auch nach Feierabend nicht aus dem Kopf bekommt, leidet vor allem unter Verspannungen, Erschöpfung, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Um dies zu verhindern, sei entsprechender Ausgleich vom Job notwendig. Jeder siebte Befragte der 1200 Teilnehmer findet Entspannung im Hobby, Nichtstun, bei Freunden oder Familie.

Knapp ein Drittel, vor allem junge Erwachsene, sucht nach Feierabend bei Computerspielen und in sozialen Netzwerken Entspannung, die Hälfte vor dem Fernseher. Doch davor warnte Baas: "Wenn man seinen Feierabend in der gleichen passiven Haltung vor dem flimmernden Bildschirm verbringt wie zuvor den Arbeitstag, ist das natürlich kein Ausgleich."

(hawe)

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