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ARD-"Sportschau" - neuer Sendeplatz für die Bundesliga?

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SPORTSCHAU
Die ARD plant eine neue Platzierung der Sportschau ab August 2017 | WDR
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  • Die ARD sucht einen neuen Sendeplatz für die Bundesliga am Sonntag
  • Die "Sportschau" soll auch am Sonntagabend im Ersten laufen
  • Der neue Sendeplatz könnte dann ab der Saison 2017/18 gelten

Die "Sportschau" ist ein echter Klassiker im Ersten. Jeden Samstag pünktlich um 18 Uhr gibt es dort alle Highlights aus den Fußball-Bundesligen zu sehen. Am Sonntagabend hingegen berichten nur die Dritten Programme über die Spiele in ihrer Region, teils ebenfalls unter dem Namen "Sportschau". Ein zusammenfassender Blick aller Ereignisse fehlt - bisher.

Denn wie die Zeitung "Tagesspiegel" berichtet, könnte die ARD genau diesen Umstand in die Zukunft ändern.

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Formate der Dritten Programme werden gestrichen

Laut den Plänen des Sendergruppe ARD würden einzelne Formate wie der "Sportplatz" des RBB gestrichen und durch eine zentrale Sendung im Ersten ersetzt werden. Das bestätigte auch ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky gegenüber dem Medienmagazin "DWDL.de": "Die ARD prüft derzeit die möglichen Platzierungen der Bundesliga-'Sportschau' ab der Saison 2017/18".

Genau diese Platzierung könnte sich im Ersten allerdings schwierig gestalten. Die Prime-Time am Sonntagabend ist unantastbar mit den Krimi-Reihen "Tatort" und "Polizeiruf" belegt. Unmittelbar danach startet um 21.45 Uhr die Talkshow "Anne Will". Wie das Nachrichtenportal "Focus Online" vermutet, wird der Polit-Talk diesen Sendeplatz auch behalten.

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Der erste freie Sendeplatz im Ersten wäre also am Sonntag erst gegen 22.45 Uhr - eine ganze Stunde später als bisher und mehr als drei Stunden nach dem Abpfiff der letzten Bundesliga-Begegnung.

sportschau ard

Auswirkungen auf die Dritten Programme

Die Auswirkungen auf die Dritten Programme sind unterschiedlich. Der RBB erreicht mit seiner Sportsendung nur noch sehr geringe Quoten, während "Sport im Osten" am Sonntagabend im MDR zweistellige Quoten erzielt. Das schreibt der "Tagesspiegel". Auch der WDR, der die "Sportschau" zudem produziert, führt noch ein erfolgreiches Bundesliga-Format.

Die Umstrukturierung würde also auch für den Produzenten Verluste bedeuten, dennoch befürwortet der Sender die Verlegung der Bundesliga ins Erste.

Änderungen gültig ab 2017

Greifen sollen die Änderung übrigens ab der Bundesliga-Saison 2017/2018. Der ARD bleibt also noch ein knappes Jahr um einen geeigneten Sendeplatz für die Bundesliga am Sonntag zu finden - falls es wirklich soweit kommt.

(cho)