Huffpost Germany

"Gleich mal ein paar Platten lesen" – Das sind die Reaktionen auf Bob Dylans Literaturnobelpreis

Veröffentlicht: Aktualisiert:
BOB DYLAN
Der Musik Bob Dylan hat den Literaturnobelpreis gewonnen. | Getty
Drucken
  • Der Musiker Bob Dylan hat den Literaturnobelpreis gewonnen
  • Das Nobelkomitee trifft damit eine außergewöhnliche Entscheidung
  • Die Reaktionen sind dementsprechend verschieden

Der Sänger und Songwriter Bob Dylan erhält in diesem Jahr den Literaturnobelpreis. Damit geht der Preis, der üblicherweise unter Autoren und Literaten heiß begehrt ist, zum ersten Mal an einen Songwriter.

Die Stockholmer Jury hat also eine außergewöhnliche Entscheidung getroffen – umso außergewöhnlicher sind deshalb auch die Reaktionen. Die reichen von Verwirrung, Verärgerung und Unverständnis bis hin zu abstrusen Hoffnungen und natürlich auch jeder Menge Begeisterung:

Ein Twitter-User fragte sich zunächst, was sich wohl der Buchhandel denken mag:

Trotzdem fühlte sich jemand durch den neuesten Nobelpreisträger zum Lesen angeregt:

Ein anderer User fragte sich, ob die Entscheidung des Nobelkomitees wohl auch Auswirkungen auf seinen Musik-Streaming-Dienst haben könnte:

Die deutsch-schweizerische Schriftstellerin Sibylle Berg macht sich durch Dylans Literaturnobelpreis nun selbst auch Hoffnung, einmal einen Nobelpreis einheimsen zu können:

Mit etwas weniger Humor reagierte der rumänische Autor Mircea Cartarescu: "Niemand bestreitet, dass er ​ein genialer Musiker und ein großer Dichter ist, ich selbst habe ihn übersetzt", schrieb Cartarescu bei Facebook. "Aber es tut mir so Leid um die wahren Schriftsteller, Adonis, Ngugi, DeLillo und weitere 2-3, die den Preis beinahe in der Tasche hatten."

Dabei zeigte er auch offen seine Überraschung über die Entscheidung des Nobelkomitees: "Ich habe mein erstes Posting gelöscht, das ich wegen der großen Überraschung gemacht hatte", schrieb er weiter, "vielleicht lösche ich auch dieses, denn ich bin immer noch schockiert und rede immer noch Unsinn."

Auch der schottische Autor Irvine Welsh zeigte sich nicht gerade erfreut.

Er schrieb: "Ich bin ein Dylan-Fan, aber das ist ein schlecht durchdachter Nostalgie-Award, der aus den ranzigen Prostatae von senilen, brabbelnden Hippies gerissen wurde."

Das sahen viele Twitter-User anders. Diese Nutzerin hier zum Beispiel:

Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) äußerte sich zu Dylans Literaturnobelpreis. Er nannte die Wahl eine "mutige Entscheidung" und sagte nach Angaben seines Hauses am Donnerstag in Straßburg: "Sie ehrt einen der größten Musiker des 20. Jahrhunderts, der wie kein anderer Millionen Menschen auf der ganzen Welt mitgerissen und mit seinen Texten und ihren tiefen Wahrheiten direkt ihre Herzen erreicht hat."

Und für diesen Twitter-Nutzer steht damit einer der Nobelpreisträger für nächstes Jahr auch schon fest:

Mit Material von dpa

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Eine ebenso simple wie geniale Idee steckt hinter dem Projekt World Bicycle Relief. Diese nämlich lautet: "Fahrrad = Mobilität = Bildung". So einfach kann Hilfe tatsächlich sein.

World Bicycle Relief stellt Menschen in Entwicklungsländern Fahrräder zur Verfügung, damit sie ihr Leben aus eigener Kraft verändern können. Denn in ländlichen Regionen Afrikas bedeutet ein Fahrrad ein großes Maß an Lebensqualität: Es verkürzt die Transportwege und erleichtert seinem Besitzer den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Mit über 200.000 Fahrrädern, die in Afrika montiert werden, und 1000 ausgebildeten Mechanikern hilft WorldBicycleRelief vor Ort dabei, Armut zu bekämpfen und fördert Bildung und die wirtschaftliche Entwicklung in Gegenden, die sonst von der Infrastruktur abgeschnitten wären.

Unterstütze sie jetzt bei dieser Arbeit und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(lk)