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Unweit eines 2200 Jahre alten Grabmals fanden Forscher Spuren, die die Weltgeschichte umschreiben könnten

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TERRACOTTA ARMY
Die berühmte Terrakotta-Armee könnte mit Hilfe von Künstlern aus dem antiken Griechenland entstanden sein. | Nicky Loh / Reuters
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  • Archäologen sind in der Grabstätte des ersten chinesischen Kaisers auf bahnbrechende Spuren gestoßen
  • Sie legen nahe, dass griechische Bildhauer an der Entstehung der Terrakotta-Armee beteiligt waren
  • Die Entdeckungen zeigen damit, dass der Westen und China schon früher als zunächst gedacht in engem Kontakt standen

Diese Entdeckung könnte dazu führen, dass ein Teil der Weltgeschichte umgeschrieben werden muss. Forscher entdeckten neue Spuren in einer berühmten chinesischen Grabstätte.

Und die haben es in sich: Griechische Künstler könnten demnach schon im dritten Jahrhundert vor Christus in China gelebt und dabei etwas hinterlassen haben, was heute eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Chinas ist.

Die Terrakotta-Armee in der Grabstätte des ersten chinesischen Kaisers Qin Shi Huang könnte mit Hilfe von Künstlern aus dem antiken Griechenland entstanden sein, so die Wissenschaftler.

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Wie die britische Zeitung "The Independent" berichtet, wurden mehrere Hinweise entdeckt, die für diese Theorie sprechen. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine neue Dokumentation der BBC.

DNA und Bronzefiguren

So soll an historischen Stätten aus der Zeit des ersten chinesischen Kaisers europäische DNA entdeckt worden sein, die darauf hindeutet, dass Europäer schon im dritten Jahrhundert vor Christus dort gelebt haben und auch dort gestorben sind.

Zudem sollen noch Bronzefiguren in der Grabstätte gefunden worden sein, die mit einer Technik gebaut wurden, die zuvor im antiken Griechenland genutzt wurde und zu einer Revolution in der Gestaltung von Statuen führte.

Beteiligte Forscher gehen deshalb davon aus, dass griechische Bildhauer bei der Erstellung der Terrakotta-Armee vor Ort gewesen sein könnten, um chinesische Künstler zu unterrichten.

Enger Kontakt zwischen zwei antiken Großmächten

Die Entdeckung ist aber nicht nur von enormer Bedeutung für die Kunstgeschichte, sondern für das Verständnis der antiken Welt insgesamt: Li Xiuzhen, Archäologe an der Grabstätte, sagte dem "Independent“: „Wir haben jetzt Beweise, dass es schon vor Eröffnung der Seidenstraße engen Kontakt zwischen dem ersten chinesischen Kaiser und dem Westen gegeben hat.“

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