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Das erzählte Al-Bakr den drei Syrern über seine Terrorpläne

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AL BAKR
Der Terrorverdächtige soll mit den Syrern, die ihn festnahmen, über seine Pläne gesprochen haben | DPA
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Der Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr hat offenbar mit den Syrern, die ihn festnahmen und fesselten, über seine Terrorpläne gesprochen.

Vor seinem Selbstmord in einer Zelle der JV Leipzig hat er die Syrer, die ihn überwältigt und der Polizei ausgeliefert haben, der Mitwisserschaft beschuldigt. Entsprechende Aussagen habe der 22-Jährige bei seiner Vernehmung gemacht, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Dresden am Mittwoch aus Ermittlerkreisen.

Der IS soll ihm 10.000 dollar gegeben haben

Gegenüber der "Bild"-Zeitung erzählte einer der drei Syrer, Mohamed A., was seine Pläne waren. "Er bot uns Geld", sagt er demnach.

"Er sagte, dass er von ISIS 10.000 Dollar bekommen hat. Wenn er den Koffer mit dem Sprengstoff an einem deutschen Flughafen abgestellt habe, würde er noch viel mehr bekommen. Davon würde er uns so viel geben, wie wir wollen."

Selbstmordattentat nur bei Festnahme

Nach den Darstellungen des Syrers plante Al-Bakr ein Selbstmordattentat nur für den Fall einer Festnahme. "Er wollte die Tasche abstellen. Wenn die Polizei ihn erwischt hätte, hätte er sich mit einer selbst gebauten Sprengstoffweste in die Luft gesprengt.“

Al-Bakr, der laut Verfassungsschutz einen Sprengstoffanschlag auf einen Berliner Flughafen vorbereitet haben soll, war am Montag in Leipzig festgenommen worden. Zuvor hatten ihn Landsleute, bei denen er Unterschlupf gefunden hatte, als den zur Fahndung ausgeschriebenen Terrorverdächtigen erkannt, überwältigt und dann gefesselt der Polizei übergeben.

Gestern erhängte er sich in seiner Zelle - obwohl er wegen akuter Selbstmordgefahr ständig überwacht werden sollte.

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