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"Kann man Amokläufer erkennen?" Kriminologin gibt bei "Maischberger" verblüffende Antwort

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MAISCHBERGER
Kriminologin Bannenberg bei "Menschen bei Maischberger" | ARD Mediathek
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Bei "Menschen bei Maischberger" ging es gestern Abend um Amokläufer. Nach dem Film "Die Stille danach" diskutierte die Moderatorin mit Angehörigen, Opfern und der Kriminologin Prof. Dr. Britta Bannenberg die Gründe für die schrecklichen Taten.

Ein Zuschauer stellte der Kriminologin die entscheidende Frage: "Kann man Amokläufer erkennen?" Ihre Antwort war überraschend einfach und eindeutig.

"Die Täter deuten die Tat an"

Ja, das sei möglich, sagte sie. "Die Täter planen teilweise jahrelang, äußern mittelbare Drohungen und deuten möglicherweise die Tat an", sagte sie. Amokläufer erkennt man also daran, dass sie ihre Tat ankündigen oder andeuten.

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Tatsächlich glichen sich die Hintergründe der Amokläufer oft. Sie hassen die Schüler oder Mitschüler, "denen scheinbar gelingt, was ihnen nicht gelingt". Zudem seien sie meist kränkbare Narzissten, die sich leicht gedemütigt fühlen. Ständig sind der Ansicht, ihnen geschehe Unrecht. Sie fühlen, dass sie "anders" sind als ihr Umfeld - geben aber den anderen die Schuld daran.

Eltern trifft keine Schuld

Nicht zutreffend sei dagegen die Vorstellung, dass Amokläufer oft von ihren Mitschülern gemobbt würden. Bei 21 Fällen, die von ihr untersucht wurden, wurde nur ein einziger Täter gemobbt. Die anderen waren allerdings der Ansicht, dass sie ständig gedemütigt würden.

Keine Schuld geben könne man den Eltern - wenn diese nicht gerade Schusswaffen ungesichert aufbewahren. Die Täter kommen alle aus Mittelschicht-Familien, denen es an nichts fehlt. Sie würden von den Eltern nicht geschlagen oder gedemütigt. Allerdings seien sie auch in ihren Familien oft isoliert.
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