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CDU-Politiker Jens Spahn: "Ich will die AfD überflüssig machen"

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JENS SPAHN
Der CDU-Politiker Jens Spahn hat keine Ambitionen auf das Amt des Bundeskanzlers | Bloomberg via Getty Images
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  • CDU-Politiker Jens Spahn will der Union ihr konservatives Profil zurückgeben
  • So will er die AfD überflüssig machen
  • Erstmals äußerte er sich auch zu unterstellten Ambitionen auf das Amt des Bundeskanzlers

CDU-Politiker Jens Spahn fordert seine Partei zur harten Auseinandersetzung mit der AfD auf: "Ich will nicht mit der AfD koalieren, ich will sie überflüssig machen“, sagte Spahn im Interview mit der Tageszeitung "Bild".

Offenbar will er der Union wieder ein konservatives Profil geben. "Rechts von CDU und CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben", sagt er - das bekannte Diktum des einstigen CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß wiederholend.

Spahn: "Unterscheidbarkeit statt Konsenssoße"

"Ich möchte die Wähler, die wir wegen ihrer Fragen und Zweifel verloren haben, zurückgewinnen. Statt der Konsenssoße der letzten Jahre braucht es wieder klare Unterscheidbarkeit."

Einem Bündnis mit der SPD nach der Bundestagswahl erteilt er damit eine klare Absage: "Deswegen bitte auf keinen Fall wieder eine Große Koalition nach der Wahl."

Mehr zum Thema: CDU-Politiker Spahn: "Burka und Nikab gehören nicht nach Deutschland"

Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließt er kategorisch aus. "Mit so einer Partei kann es nicht eine Sekunde irgendeine Zusammenarbeit geben“, so Spahn. Führende Vertreter der AfD würden "Anschluss an Nazi-Milieus" suchen und "ein gefährliches Spiel treiben", wenn sie Begriffe wie "völkisch" und "Volksverräter" gebrauchten.

Keine Ambitionen auf das Kanzleramt

Weiter kritisierte der Parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium einen Verlust an politischer Streitkultur: "Wenn sich am Tag der Deutschen Einheit Menschen vor eine Kirche in Dresden stellen, Politiker anbrüllen und sich dabei auch noch filmen lassen - früher hätte man sich da geschämt. Da ist etwas verloren gegangen."

Ambitionen auf das Amt des Bundeskanzlers, die die britische Zeitung "The Guardian" kolportierte, erteilte er eine klare Absage: "Frei nach Obelix: Die spinnen, die Briten!"

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(cho)