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SPD-Chef Gabriel will Theologin Käßmann als Bundespräsidentin - doch die gibt ihm einen Korb

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THEOLOGIN MARGOT KMANN
Die evangelische Theologin Margot Käßmann könnte eine gute Bundespräsidentin sein, findet SPD-Chef Sigmar Gabriel | Julian Stratenschulte/dpa
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  • Die Große Koalition sucht nach einem gemeinsamen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt
  • Sigmar Gabriel soll dabei nun die Theologin Margot Käßmann ins Spiel gebracht haben
  • Die lehnte eine Kandidatur jedoch ab

Auf der Suche nach einem Nachfolger für Bundespräsident Joachim Gauck soll der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel nun eine neue Kandidatin ins Spiel gebracht haben: Die Theologin Margot Käßmann.

Die wies Spekulationen über eine Kandidatur als Bundespräsidentin jedoch zurück. "Es ehrt mich, dass mein Name im Zusammenhang mit dem höchsten Amt im Staat genannt wird. Allerdings stehe ich für dieses Amt nicht zur Verfügung", erklärte sie am Mittwoch nach Angaben ihres Büros.

Wie die Zeitung "Berliner Morgenpost" berichtet hatte, soll Gabriel persönlich bei der evangelischen Theologin angefragt haben.

Gabriel und Käßmann wollten nach Informationen der "Berliner Morgenpost" deshalb noch einmal miteinander sprechen.

Neuer Bundespräsident: Kann sich die Große Koalition auf einen Kandidaten einigen?

Käßmann war Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), trat von dieser Position im Jahr 2010 allerdings zurück, nachdem sie bei einer Polizeikontrolle alkoholisiert am Steuer ihres Dienstwagens erwischt wurde.

Derzeit ist Käßmann die Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum 2017.

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Käßmann ist wegen ihres Engagements für soziale Gerechtigkeit vor allem bei SPD, Grünen und Linken beliebt - und wird in diesen Reihen von vielen als geeignete Kandidatin angesehen, hört man aus Parteikreisen.

Anfang dieser Woche hatte CSU-Chef Horst Seehofer allerdings erklärt, dass die Große Koalition im Bundestag einen gemeinsamen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl benennen wolle.

Dabei zeigte sich der CSU-Chef aber auch skeptisch, ob es der großen Koalition tatsächlich gelinge, sich auf einen gemeinsamen Kandidaten zu einigen.

Er sagte: "Die Absicht besteht - aber zwischen Absicht und Verständigung liegen in der Politik bekanntlich steinige Wege".

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(cho)