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Eine Zahl zeigt, wie schlimm es wirklich um die Deutsche Bank steht

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DEUTSCHE BANK
Die Deutsche Bank zahlt mehr für geliehenes Geld als andere große europäischen Banken. | Kai Pfaffenbach / Reuters
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  • Die Deutsche Bank zahlt zurzeit einen höheren Zinssatz als andere europäische Banken, um sich kurzfristig Geld zu leihen
  • Die Zahlen zeigen: Das Vertrauen in die Deutsche Bank ist stark beschädigt

Die Deutsche Bank zahlt zurzeit mehr Zinsen für geliehenes Geld als andere große Banken in Europa.

Unter den 21 europäischen Banken, die den Referenzzinssatz "Euribor" festlegen, ist die Deutsche Bank zurzeit sogar die einzige Bank, die überhaupt Zinsen dafür zahlen muss, um für einen kurzen Zeitraum Geld zu leihen.

Seitdem die europäische Zentralbank den Zinssatz heruntergesetzt hatte, können die meisten Banken in Europa für kurze Zeiträume zu negativen Zinssätzen Geld leihen – das heißt, die Banken bekommen sogar Geld dafür, wenn sie sich für kurze Zeiträume bis zu zwölf Monaten Geld leihen.

Anders bei der Deutschen Bank. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, zahlt das deutsche Geldinstitut 0,02 Prozent Zinsen, wenn es sich für neun Monate Geld von einer anderen Bank leiht und 0,06 Prozent für eine 12-monatige Anleihe.

Deutsche Bank: Höhere Zinssätze als andere angeschlagene Banken

Wie das amerikanische Onlinemagazin "Business Insider" berichtet, hat die Deutsche Bank damit einen höheren Zinssatz als die angeschlagene italienische "Banca Monte dei Paschi" und die Griechische Nationalbank, die eine zwölfmonatige Anleihe zu einem Zinssatz von -0,06, bzw. -0,04 erhalten.

Die Zinssätze zeigen, dass das Vertrauen in die Deutsche Bank stark beschädigt ist.

Die USA fordert von der Deutschen Bank zurzeit eine Strafzahlung in Höhe von 14 Milliarden Dollar wegen krummen Hypothekengeschäften vor der Finanzkrise im Jahr 2008. Eine Einigung über eine geringere Strafzahlung hat es - entgegen erster Berichte - laut "Business Insider“ bislang noch nicht gegeben.

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(lp)