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Paris will sein Verkehrsproblem mit Gondeln lösen

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Paris will seine Verkehrsprobleme mit Seilbahnen lösen | Île-de-France Region
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  • Paris will seine Verkehrsprobleme mit Seilbahnen lösen
  • In anderen Metropolen wurde die Technik schon erfolgreich getestet

Mit einem ungewöhnlichen Mittel will Paris sein Verkehrsproblem lösen: Eine Seilbahn soll ab 2021 Vororte der französischen Hauptstadt mit dem Zentrum verbinden. Damit sollen die Menschen schneller in die Stadt kommen, ohne Stau, ohne Wartezeiten - und mit einer grandiosen Aussicht.

Rund 4,4 Kilometer lang soll die Strecke werden. Auf dieser Strecke sollen die Gondeln bis zu 14.000 Menschen pro Tag transportieren, wie das Online-Portal "Citylab" berichtet.

Paris wäre damit die erste europäische Stadt, die eine Seilbahn in ihr öffentliches Verkehrsnetz integriert.

Das Problem: Schlechte Verbindung von Vororten mit dem Metrosystem

Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel im Großraum von Paris besteht aus dem Metrosystem und dem RER-Netz, das sich mit den S-Bahnen in deutschen Städten vergleichen lässt.

Das Problem ist, dass die beiden Bahn-Netze nicht aufeinander abgestimmt sind. Oft müssen Passagiere lange laufen, um von einer Metrostation zur einer Station des RER zu gelangen.

Die Gondelbahn soll dieses Problem künftig beheben, weil das Seilbahnnetz viel besser mit den Metrostationen verknüpft werden soll.

Und die viereinhalb Kilometer lange Seilbahn ist erst der Anfang: Die Regierung der Region Île de France plant laut der französischen Zeitung "Le Parisien" bereits bis zu zwölf weitere Seilbahnen.

"Kabelgebundene Transportmittel sind sauber, leise und verlässlich", sagt die Präsidentin des Regionalrats, Valérie Précresse, begründete ": "Sie kosten um einiges weniger als die Wagen einer Straßenbahn und brauchen die Hälfte der Zeit, um aufgebaut zu werden. Außerdem überwinden sie Hindernisse und bieten eine Kapazität von 5000 Menschen pro Stunde in jede Richtung. Mit einer garantierten Reisezeit. Was kann man sich besseres wünschen?"

Auch London versuchte sich an einer Seilbahn

Paris ist nicht die erste Stadt, die sich an einer Gondelbahn versucht. Bereits 2012 haben Londoner Stadtplaner eine Seilbahn über die Themse gebaut.

Die Bahn war allerdings nie viel mehr als eine Touristenattraktion. Denn aufgrund ihrer Lage ist sie für Pendler nicht zu gebrauchen.

In Bolivien dagegen sind Seilbahnen ein voller Erfolg. Seit März 2014 verkehren zwischen La Paz und der mittlerweile auf mehr als 840.000 Einwohnern angewachsenen Nachbarstadt El Alto drei Seilbahnlinien.

An guten Tagen soll alleine eine einzige Linie bis zu 75.000 Fahrgäste an ihr Ziel bringen.

Erleichterung für Abertausende Pendler

Die Gondelbahn in Paris soll integraler Bestandteil des öffentlichen Verkehrsnetzes werden, wie die Pläne der Stadt offenbaren.

Ein Problem gibt es allerdings: Das ambitionierte Projekt könnte noch am Widerstand der Bevölkerung scheitern.

Doch Experten machen sich da kaum Sorgen. Denn die Gondeln werden das Leben Abertausender Pendler erleichtern. Sie sind eine pünktliche Alternative zu Bussen - und nirgends ist die Aussicht besser.

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