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"Die Welt der Wunderlichs": Darsteller Martin Eifel im Interview

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Johnny (Martin Feifel) wie er leibt und lebt

Spätestens seit der vielfach ausgezeichneten Komödie "Alles auf Zucker!" (2004) ist klar, bei Regisseur Dani Levy (58, "Tatort: Schmutziger Donnerstag") geht es "nicht um Schenkelklopferhumor". Das bestätigt auch der Münchner Schauspieler und Grimme-Preisträger Martin Feifel (52, "Kommissar Süden und der Luftgitarrist") im Gespräch mit spot on news beim Filmfest München. Im Rahmen dieses Festivals feierte Levys neue Komödie "Die Welt der Wunderlichs" Premiere. Am Donnerstag (13. Oktober) kommt der Film nun in die Kinos.

Ein Ensemble-Film

"Die Welt der Wunderlichs" von Regisseur Dani Levy - bei Clipfish können Sie den Trailer sehen

Martin Feifel ist als Johnny Teil des grandiosen Ensembles um Katharina Schüttler (Mimi Wunderlich), Peter Simonischek (Walter Wunderlich), Christiane Paul (Manuela Wunderlich), Steffen Groth (Nico), Hannelore Elsner (Liliane Wunderlich) - und Ewi Rodriguez, der als Felix Wunderlich den Stein ins Rollen bringt:

"Felix, der kleine Sohn von Mimi und Johnny, weiß, dass seine Mutter traurig ist, weil sie keine Musik mehr macht. Er möchte das ändern und meldet sie heimlich bei einer Castingshow in Zürich an. Sie ist erst total entsetzt, macht sich dann aber doch auf den Weg. Keiner aus der Familie soll mitkommen, doch es kommt anders... mehr erzähle ich nicht", so Martin Feifel zum Plot.

Zu seiner eigenen Rolle erklärt er dann noch: "Ich spiele den Ex von der Hauptdarstellerin, der ab und zu das gemeinsame Kind nehmen soll. Jetzt ist Johnny aber ein ziemlich verhauter und kaputter Typ, der mit Drogen und besoffen auf die Bühne gegangen ist. Damit hat er im Grunde genommen auch die Musik-Karriere von Mimi zerstört hat..."

So waren die Dreharbeiten

Dreharbeiten mit Dani Levy seien "sehr erfrischend" und etwas Besonderes, denn "er lässt laufen", erklärt Martin Feifel. "Weil er [Levy] nicht möchte, dass die Schauspieler immer wieder herumsitzen und auf die Technik warten, lässt er die Szenen quasi in Dauerschleife spielen. Manchmal geht er mittenrein und gibt eine Anweisung, dann geht er wieder raus." Solche Szenen schneide der Regisseur hinterher dann einfach weg. Außerdem dreht Levy immer "mit zwei Kameras, die sich dann zum Teil gegenseitig abschießen", so Feifel weiter. Dadurch bleibe alles "immer vital und spontan".

Mit dem Ergebnis ist der Schauspieler sehr zufrieden: "Die Geschichte ist toll, das Ensemble ist großartig und die Dreharbeiten haben wahnsinnig Spaß gemacht", fasst Martin Feifel zusammen. "Es ist kein schwerer, deutscher Schenkelklopferhumor. Es hat eine große Leichtigkeit." Quasi das Markenzeichen des Filmemachers aus Basel. Das habe sich auch schon bei "Alles auf Zucker" gezeigt: "Eine der schönsten deutschen Komödien, die ich kenne", lautet Feifels Fazit.

Nach dem Erfolgsgeheimnis von Dani Levy gefragt, sagt Feifel: "Ich glaube, es hat damit zu tun, wie er arbeitet. Außerdem spielt er selbst ab und zu in Filmen mit und weiß daher genau, was schauspielern heißt. Und dann kommt natürlich noch hinzu, dass er Schweizer ist und einen unglaublichen Charme hat."