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Sieben Momente des TV-Duells, an die wir uns erinnern werden

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Es war ein TV-Duell, wie es die USA noch nicht gesehen haben. In einem hitzig geführten Streitgespräch haben sich Hillary Clinton und Donald Trump gegenseitig mit herben Vorwürfen überzogen.

Hier die Höhepunkte des denkwürdigen Auftritts der US-Präsidentschaftskandidaten - sieben Momente, an die wir uns erinnern werden.

1. Der Anfang

Schon der Beginn war bezeichnend für dieses Streitgespräch: Anders als sonst üblich gaben sich Clinton und Trump nicht die Hände. Aua.

2. Trump will Clinton ins Gefängnis werfen

Clinton gab Versäumnisse beim Umgang mit ihren E-Mails in ihrer Zeit als Außenministerin zu. "Es war ein Fehler", sagte sie zu der Praxis, dienstliche E-Mails als US-Außenministerin von einem privaten und nicht gesicherten Server zu versenden. Ihr Kontrahent Donald Trump hatte zuvor bei der zweiten Fernsehdebatte der beiden Präsidentschaftskandidaten herbe Vorwürfe gegen Clinton vorgebracht.

Als Clinton dazu aufrief, dass eine Präsidentschaft Trumps verhindert werden müsse, sagte dieser: "Weil du dann im Gefängnis wärst!"

3. Trump entschuldigt sich für Sex-Äußerungen

In der Debatte um das Ende vergangener Woche aufgetauchte Video mit sexistischen Äußerungen zeigte sich Trump reuig. "Ich schäme mich", sagte er über seine frauenfeindlichen Bemerkungen. Er achte die Frauen. "Niemand respektiert Frauen mehr als ich", sagte Trump.

Seine Äußerungen bezeichnete er als "Umkleidekabinen-Gespräche". Trump hatte in dem Video unter anderem erklärt, als "Star" könne er sich Frauen gegenüber alles erlauben, auch den Griff an ihre Geschlechtsteile.

4. Clinton sagt, Sexismus mache Trump aus

Clinton erklärte, des Gesagte sei bezeichnend für Trumps Persönlichkeit. "Jedem, der (das Video) gehört hat, ist klar, dass das genau zeigt, wer er ist", sagte Clinton. Trump habe Frauen beleidigt. Er habe zudem Migranten, Afroamerikaner, Latinos, Behinderte, Muslime und andere verbal ins Visier genommen.

5. Trump gerät mit den Moderatoren aneinander

Trump redete sich zu Anfang der 90-minütigen Debatte mehrmals in Rage, musste von den Moderatoren unterbrochen werden, weil er die vereinbarte Redezeit überzogen hatte. Der Immobilienmilliardär fühlte sich daraufhin schlecht behandelt. "Es ist drei gegen einen", sagte Trump, als die Moderatoren Anderson Cooper und Martha Raddatz baten, beim Thema zu bleiben.

"Sie ist eine Minute über der Zeit und Sie stoppen sie nicht. Wenn ich eine Sekunde über der Zeit bin, stoppen Sie mich."

Mehr zum Thema: Die letzte Frage beim TV-Duell brachte beide Kandidaten aus dem Konzept

6. Clinton bezeichnet Trump als Verbündeten von Amerikas Feinden

Clinton wiederholte ihre Anschuldigungen, Trump sei ein Verbündeter von Amerikas Gegnern, hege eine Verehrung für Russlands Präsidenten Wladimir Putin, habe keine Ahnung von den großen außenpolitischen Fragen. Sie war erneut sehr gut vorbereitet, wartet mit Details und Fakten auf, spricht ausführlich über ihre Pläne für den syrischen Bürgerkrieg.

7. Trump rühmt sich mit Kenntnissen von Steuerschlupflöchern

Trump gab zu, Schlupflöcher im Steuersystem der USA ausgenutzt und damit 916 Millionen Dollar gespart zu haben. "Ich verstehe das Steuerrecht besser als jeder andere, der jemals für das Präsidentenamt kandidiert hat."

Hillary Clinton habe dies als Senatorin in New York selbst ermöglicht. "Die Leute, die ihr all das Geld geben, wollen das so", sagte Trump mit Blick auf Clintons Parteispender.

Mit Material der dpa

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