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Die große Schlammschlacht: Das zweite TV-Duell zwischen Trump und Clinton verlief schmutzig

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TRUMP CLINTON
Donald Trump geht schwer angeschlagen in das zweite Fernsehduell | Carlos Barria / Reuters
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  • Die US-Präsidentschaftskandidaten treten im zweiten TV-Duell gegeneinander an
  • Trump steht wegen sexistischer Äußerungen in einem Video unter Druck
  • Doch auch Clinton könnte wegen einer Enthüllung in Bedrängnis geraten

Eines ist jetzt schon klar - dieses TV-Duell wird schmutzig werden. Schwer angeschlagen durch ein Video mit obszönen Äußerungen geht der US-Republikaner Donald Trump in das zweite Fernsehduell mit der Demokratin Hillary Clinton. Die Debatte gilt als die vermutlich letzte Chance für den Präsidentschaftskandidaten, nach dem Aufruhr um das Video das Ruder noch herumzureißen.

Das war die Ausgangssituation vor dem Duell:

Die erste Debatte mit Clinton Ende September hatte Trump deutlich verloren und seine Rivalin hatte danach in Umfragen zugelegt. Schon allein dadurch stand er unter großem Druck, diesmal zu punkten.

Doch auch Hillary Clinton könnte bei dem Duell in Bedrängnis geraten. Sie könnten Ausschnitte aus früheren Reden in Bedrängnis bringen, die am Freitag von der Enthüllungsplattform "Wikileaks" veröffentlicht wurden. Sie zeigen nach Einschätzung vieler Medien, wie freundschaftlich ihre Beziehung zur Wall Street war - was sie im Vorwahlrennen gegen den äußerst liberalen Senator Bernie Sanders stets bestritten hatte.

Die Debatte fand diesmal im Townhall-Format statt. Die Kandidaten können sich dabei freier bewegen, und ein großer Teil der Fragen wird aus dem Publikum kommen.

Verfolgen Sie alle Entwicklungen in unserem News-Blog:

04:30: Am Schluss geben sie sich doch die Hand

Das Duell ist vorbei - und am Schluss geben sich die beiden Kandidaten doch noch die Hand. Das Streitgespräch hatte ohne einen Handschlag begonnen.

04:02: Trump: "Ich zahle Hunderte Millionen Steuern"

Clinton bringt wieder Trumps Steuererklärung auf, die er nicht veröffentlichten will. Trump zahlt laut eigenen Angaben jedes Jahr "Hunderte Millionen Dollar" Steuern.

Sobald die routinemäßige Überprüfung seiner Steuerunterlagen abgeschlossen sei, werde er seine bislang unter Verschluss gehaltene Steuererklärung veröffentlichen, sagte Trump bei der zweiten TV-Debatte mit seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton am Sonntagabend (Ortszeit) in St. Louis (Missouri). Die Steuern in den USA seien deutlich zu hoch und müssten gesenkt werden.

Clinton entgegnete, dass Trump seit 20 Jahren keine Steuern gezahlt habe. "Donald kümmert sich immer um Donald und Menschen wie er", sagte die ehemalige Außenministerin. Er plane, vor allem reiche Menschen und Unternehmen große Steuererleichterungen zu genehmigen.

03:30: Trump zu Clinton: "Sie sollten im Gefängnis sein"

Hillary Clinton hat bezüglich des Umgangs mit dienstlichen E-Mails Fehlverhalten eingeräumt. "Es war ein Fehler", sagte sie zu der Praxis, dienstliche E-Mails als US-Außenministerin von einem privaten und nicht gesicherten Server zu versenden.

Ihr Kontrahent Donald Trump hatte zuvor herbe Vorwürfe gegen Clinton vorgebracht. "Sie sollten im Gefängnis sein", sagte er zu ihr.

03:15: Trump gibt sich reuig

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump zeigt sich reuig. "Ich schäme mich", sagte er über die sexistischen Äußerungen, die in einem Video in der vergangenen Woche ans Licht gekommen waren. Er habe Respekt für Frauen. "Niemand respektiert Frauen mehr als ich", sagte er. Seine Äußerungen bezeichnete er als "Umkleidekabinen-Gespräche".

03:06: Kein Handschlag

Das Duell beginnt. Bemerkenswert: Die beiden Kontrahenten haben sich keinen Handschlag gegeben.

02.30: Trump tritt mit Clinton-Gegnerinnen auf

Unmittelbar vor dem zweiten TV-Duell im US-Präsidentschaftswahlkampf trat er mit Frauen vor die Presse, die Ex-Präsident Bill Clinton sexuelle Übergriffe vorwerfen.

Juanita Broaddrick, Paula Jones, Kathleen Willey und Kathy Shelton werfen Clinton sexuelle Belästigung und Vergewaltigung vor.

"Diese vier mutigen Frauen haben darum gebeten, hier sein zu dürfen", sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat am Sonntagabend. Das Clinton-Lager warf dem 70-Jährigen wenig später vor, einen Wahlkampf auf unterstem Niveau zu führen. Es war Trumps erster ausführlicher Auftritt, seit ein Video mit sexistischen Äußerungen des Unternehmers aufgetaucht war.

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