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Freiheit, Gleichheit, Schrebergärten: Mit dieser Idee will Paris Vorbild für Metropolen auf der ganzen Welt werden

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  • Die Stadt Paris soll dank einer bislang einzigartigen Initiative grüner werden
  • Nach einem kürzlich beschlossenen Gesetz darf jeder Pariser urbane Gärten anlegen
  • Bis 2020 sollen so rund 100 Hektar Grünfläche entstehen

Man nennt sie die Stadt der Liebe, die Stadt der Lichter, die Stadt der Mode. Doch Paris will mehr: Mit einem bislang einzigartigen Masterplan will Bürgermeisterin Anne Hidalgo die Hauptstadt Frankreichs nun auch in die Stadt der Gärten verwandeln.

Denn: Nach einem kürzlich beschlossenen Gesetz darf in Paris von nun an jeder Einwohner die Pariser Straßen bepflanzen. Häuserfassaden, Dächer und Gehwege sollen künftig grün werden. Geländer, U-Bahn-Eingänge und Wartehäuschen sollen blühen.

Ob ein Gemüsebeet auf dem Dach des Bürogebäudes oder Sonnenblumen auf dem Gehweg vor der eigenen Wohnung: Die Stadt ruft ihre Bewohner dazu auf, urbane Gärtner zu werden - und dabei ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen.

So will Paris seine Einwohner zu urbanen Gärtnern machen

Bürgermeisterin Anne Hildago hat große Ziele: Bis 2020 sollen so rund 100 Hektar Grünfläche entstehen - ein Drittel davon soll Landwirtschaft ausmachen.

Interessierte Pariser können bei der Stadt eine Genehmigung zum Pflanzen beantragen - diese ist dann für drei Jahre gültig und verlängerbar.

Und die Stadt meint es ernst: Um die Pariser zum Pflanzen zu motivieren, schenkt Paris den Hobbygärtnern gar ein erstes Pflanz-Kit, inklusive Erde und Samen.

Im Gegenzug verpflichten sich die Pariser dazu, die Artenvielfalt zu fördern, auf Pestizide zu verzichten und sich um die selbst angelegten urbanen Gärten zu kümmern, um die Ästhetik der Stadt zu wahren.

Soziale Beziehungen der Pariser sollen verbessert werden

"Neben der Förderung der Natur und der biologischen Vielfalt der Stadt, wird diese Genehmigung auch dabei helfen, die sozialen Beziehungen der Pariser zu fördern ", sagte Penelope Komitès, Assistentin der Bürgermeisterin von Paris dem französischen Online-Magazin "lareleveetlapeste.fr".

Auch die Luftqualität soll durch die Maßnahme verbessert werden.

Wie viele Großstädte weltweit, kämpft Paris mit zahlreichen Initiativen - unter anderem einem Verbot älterer Automodelle und innovativen Stadtplanungsprojekten - seit Jahren gegen die katastrophale Luftqualität im Stadtzentrum.

Als eine der ersten Großstädte der Welt installierte Paris so im letzten Jahr auch mehrere "CityTrees" - freistehende, vier Meter hohe "Wände", die mit speziellen Moosen begrünt werden und die Luft von Feinstaub und Co. befreien sollen.

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(lp)