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Die Schmerzgrenze ist erreicht: Diese Umfragewerte könnten schicksalhaft für Merkels Kanzlerschaft werden

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Es ist eine Umfrage, die im Rückblick zum historischen Wendepunkt werden könnte. Die Union ist nach einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA unter die Marke von 30 Prozent gerutscht (Video oben).

Diese Umfrage könnte Auswirkungen auf Merkels Aussichten auf eine weitere Kanzlerkandidatur haben. Denn 30 Prozent gilt unter Parteienforschern als die Schmerzgrenze, ab der sich die CDU parteiintern auf die Suche nach einem neuen Kandidaten für Kanzlerschaft und Parteivorsitz machen wird.

In der INSA-Umfrage erhielten CDU/CSU nur noch 29,5 Prozent der Wählerstimmen. Das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Es ist der niedrigste Wert den INSA für die Union je gemessen hat.

Bei anderen Umfrageinstituten wie Allensbach kommt die Union derzeit noch etwas besser weg. Dort steht sie derzeit bei 33,5 Prozent. Allerdings: In den Umfragen aller Institute hat die Union in den vergangenen 12 Monaten zwischen 8 und 10 Prozent der Stimmen verloren. INSA ist also keine Ausnahme, wenn man sich die Stimmenverluste der Partei ansieht.

"Suche nach einer Alternative zu Angela Merkel wird beginnen"

"Wenn die Union in den Umfragen weiter absackt und Richtung unter 30 Prozent geht, wird in CDU und CSU oberhalb der öffentlichen Wahrnehmungsschwelle die Suche nach einer Alternative zu Angela Merkel beginnen", sagte der Parteienforscher Werner Patzelt von der TU Dresden im Mai der "Passauer Neuen Presse".

Auch der Bonner Parteienforscher Tilman Mayer sieht 30 Prozent als Schmerzgrenze für die CDU. In einem Interview mit T-Online sagte er: "Bei unter 30 Prozent ist die Kanzlerin weg."

Nur noch ein Bündnis mit der AfD wäre eine Alternative zur Groko

Auch die Frage nach der Bildung einer Koalition nach der Bundestagswahl 2017 könnte die Partei dazu zwingen, eine Alternative zu Merkel zu suchen.

Weder CDU/CSU noch SPD scheinen die Große Koalition weiter führen zu wollen. Nach Angaben der "Bild" ist allerdings die einzige Alternative zu einer Groko eine Bahamas-Koalition aus Union, FDP - und AfD. Doch ein Bündnis mit den Rechtspopulisten haben zahlreiche CDU-Politiker lautstark zurückgewiesen.

Die FDP verlor ebenfalls 0,5 Punkte auf 6,5 Prozent. Die AfD liegt unverändert bei 15 Prozent.

Die SPD käme nach der INSA-Umfrage auf 22 Prozent (plus ein Punkt), die Linke auf zwölf Prozent (plus 0,5 Punkte). Die Grünen fielen um 0,5 Punkte auf elf Prozent. Auch Rot-Rot-Grün hätte als Koalition also keine Chance.

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