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Mit diesem Satz brachte eine Frau bei "Anne Will" alle Männer zum Schweigen

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  • Alle streiten über Aleppo - bei "Anne Will" wurde deutlich, dass die Menschen vor Ort dabei völlig aus dem Blick geraten
  • Auf das Schicksal der Syrer wies in der Sendung nur eine Mitarbeiterin der SOS-Kinderdörfer hin - und gewann damit moralisch die Oberhand
  • Die Höhepunkte seht ihr im Video oben

Aleppo, immer wieder Aleppo: Die Friedensgespräche über Syrien sind gescheitert, die Lage in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land scheint aussichtslos. Natürlich lassen sich viele kluge Dinge über die Lage des Staats sagen.

Das geschah auch in der Talkshow von Anne Will, wo lauter sachkundige Menschen über Syrien sprachen: Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, John Kornblum, früherer US-Botschafter in Deutschland, der frühere Bundeswehr-General Harald Kujat.

"Den Leuten ist egal, wer verantwortlich ist"

Auf entlarvende Weise wurde in der Sendung jedoch deutlich, wie realitätsfern die Beiträge dieser zu Experten erklärten Gäste oft sind. Eingeladen war nämlich auch die Nothilfe-Koordinatorin der SOS-Kinderdörfer in Syrien, Katharina Ebel. Und die sagte einige Sätze, zu denen den schlauen Herren nichts mehr einfiel.

"Den Leuten ist völlig egal, wer dafür verantwortlich ist, dass die Friedensgespräche abgebrochen wurden. Weil ihnen bewusst ist, dass es ein Propagandakrieg ist - auf allen Seiten", war einer dieser Sätze. Sprich: Alle reden über Taktik und Diplomatie, doch niemand nimmt das Leid der Bürger in den Blick. Dabei fühlten sich die anderen Gäste offenbar unangenehm ertappt.

Die Mitarbeiterin appelliert: Alle müssen an den Verhandlungstisch

Ganz ähnlich der Gedanke, den Ebel aus der Sicht der Einwohner Aleppos formulierte: "Von wem oder was ich getroffen werde, ist völlig wurscht."

Der Titel der Sendung lautete "Friedensgespräche abgebrochen. Ist Aleppo verloren?". Dementsprechend ging es im Großteil der Diskussion um das Verhältnis der Kontrahenten Russland und USA. Ebel mahnte, auch die syrischen Gruppen, die am Bürgerkrieg beteiligt sind, müssten mit an den Verhandlungstisch. "Es gibt keinen anderen Weg, als mit all diesen Parteien zu verhandeln", sagte sie.

Auch darauf wussten die anderen so schnell nichts zu entgegnen.

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(vr)


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