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Neuer Erdogan-Eklat: Riesenzoff zwischen EU und Türkei

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SINFONIE
Ein Sinfonieorchester (Symbolbild) | Getty
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  • Die Türkei hat sich aus einem gemeinsamen Projekt mit der EU zurückgezogen
  • Der Grund: Mit dem Programm wurde ein Stück gefördert, in dem es um den Völkermord an den Armeniern geht

Die diplomatischen Spannungen zwischen der Türkei und Europa nehmen kein Ende: Wegen einer in Deutschland entstandenen Musikproduktion hat die Türkei das EU-Kulturprogramm aufgekündigt. Dabei geht es auch um das Verhältnis zum Völkermord der Türkei an den Armeniern 1915 und 1916, den Präsident Recep Tyyip Erdogan bis heute nicht anerkennt.

"Die Türkei hat einseitig beschlossen, das Programm 'Kreatives Europa' zu verlassen", sagte ein Sprecher der EU-Kommission gegenüber der "Bild am Sonntag". Mit dem Konzept werden jährlich für 1,46 Milliarden Euro Künstler gefördert, die Türkei hat 2014 den entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

"Erdogan verwandelt die Türkei in einen geschlossenen Staat"

Auslöser ist der Zeitung zufolge das Musikprojekt "Aghet", das von der EU unterstützt wird. Es handelt sich um ein Stück der Dresdner Sinfoniker, die darin den Genozid an den Armeniern durch das Osmanische Reich thematisieren. Dazu spielen deutsche, türkische und armenische Musiker gemeinsam. Geplant ist es, das Stück im November in Istanbul aufzuführen.

Gegenüber dem Blatt äußerten sich Intendant Markus Rindt und Komponist Marc Sinan. Sie sagten: "Es ist perfide, Aghet zu missbrauchen, um türkische Künstler zu bestrafen. Erdogan verwandelt die Türkei immer mehr in einen geschlossenen Staat."

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