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Spitzes Plastikteil in Knäckebrot von Aldi gefunden

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ALDI
Einkaufen bei Aldi (Archivfoto) | Reuters
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  • Ein Mann hat ein Plastikteil in einem Knäckebrot von Aldi gefunden
  • Eine Warnung oder Rückrufaktion gab es jedoch nicht
  • Der Hersteller erklärte, dass es sich um einen "bedauerlichen Einzelfall" handle

Nach dem Biss in sein Knäckebrot hatte ein Mann aus Brandenburg plötzlich ein spitzes, rund drei Zentimeter langes Plastikteil in seinem Mund. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, ereignete sich der Fall mit einem Knäckebrot der Marke "Trader Joes Knusper Knäcke" von Aldi.

Nach einer Beschwerde des Mannes bei Aldi Nord informierte der Discounter den Hersteller, das mittelständische Unternehmen Dr. Karg. Laut "Tagesspiegel" entschuldigte sich das Qualitätsmanagement des Unternehmens per Mail bei dem Kunden.

Reaktion: Kein Rückruf, keine Lebensmittelwarnung

Dr. Karg habe erklärt, dass sofort untersucht worden sei, ob und wie das Plastikstück während des Herstellungsprozesses in das Knäckebrot gekommen sein kann. Weil die internen Untersuchungen aber nichts ergeben hätten, sei der Hersteller zu dem Schluss gekommen, dass es sich um einen "bedauerlichen Einzelfall" handelt.

Das Unternehmen teilte gegenüber der Zeitung mit, dass das gefundene Plastikstück von einem Labor untersucht worden sei: "Durch den Abgleich mit den bei uns eingesetzten Werkstoffen konnte kein Rückschluss auf einen internen Materialeintrag gezogen werden", hieß es.

Weil es keine weiteren Beschwerden gegeben habe, gab der Hersteller keine Lebensmittelwarnung heraus und startete keinen Rückruf des Produkts. Silke Schwartau, Leiterin der Ernährungsabteilung bei der Hamburger Verbraucherzentrale, erklärte gegenüber dem "Tagesspiegel", dass sie das für bedenklich halte.

Wann eine Gesundheitsgefahr vorliegt, entscheidet der Hersteller

"Wenn eine Gesundheitsgefahr besteht, ist der Hersteller verpflichtet, das Produkt zurückzurufen", sagte Nina Banspach, Sprecherin des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Auch wenn es im Ermessen des Herstellers liege, wann genau eine Gesundheitsgefahr vorliegt, hätte es aus ihrer Sicht in diesem Fall mindestens eine Lebensmittelwarnung geben müssen.

Wie die Zeitung weiter berichtet, habe der Hersteller nämlich mitgeteilt, dass er trotz der Untersuchungen nicht mit letzter Sicherheit ausschließen könne, dass der Fremdkörper während des Herstellungsprozesses in das Knäckebrot gekommen ist.

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