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Hochrangige Republikaner fordern: Trump soll aus dem Präsidentenrennen aussteigen

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DONALD TRUMP
Hochrangige Republikaner fordern: Donald Trump soll aus dem Präsidentenrennen aussteigen. | David Becker / Reuters
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  • Nach der Veröffentlichung eines kompromittierenden Videos steckt Donald Trump mitten in einem neuen Skandal
  • Sogar hohe Vertreter seiner eigenen Partei kritisieren den republikanischen Präsidentschaftskandidaten scharf
  • Einige fordern, dass er als Kandidat für das Weiße Haus zurück tritt

Donald Trump steckt mitten in einem neuen Skandal – schon wieder. Dieses Mal zeigen sich aber nicht nur seine politischen Gegner entsetzt, auch Republikaner, die dem Milliardär vor kurzem noch ihre Unterstützung versichert haben, ziehen diese nun zurück und fordern sogar, dass Trump aus dem Rennen um die Präsidentschaft ausscheidet.

Nach der Veröffentlichung eines kompromittierenden Videos, in dem Trump vulgär sexuelle Übergriffe auf Frauen schönredet, meldete sich der republikanische Präsidentschaftskandidat schnell selbst zu Wort.

In einer Videobotschaft gab er zu: "Ich habe das gesagt, es war falsch und ich entschuldige mich". Er fügte dann aber noch hinzu: "Lasst uns ehrlich sein, wir leben in der realen Welt. Das ist nichts anderes, als eine Ablenkung von den wichtigen Problemen."

Lee: "Treten Sie zurück"

Gebracht hat der Kniefall wenig. Vertreter der republikanischen Partei gaben sich mit Trumps Entschuldigung nicht zufrieden. Mike Lee, Senator aus Utah, reagierte auf Trumps Erklärung, dass es sich bei der Veröffentlichung des Videomaterials um eine Ablenkung handle, mit den Worten: "Sie, Sir, sind eine Ablenkung, ihr Benehmen, Sir, ist eine Ablenkung".

In seiner Videobotschaft, die er auf seiner Facebookseite veröffentlichte, fügte Lee hinzu: "Es ist eine Ablenkung von genau den Prinzipien, die uns im November helfen werden, zu gewinnen. Sie selbst, Mr. Trump, haben wiederholt gesagt, es müsse das Ziel sein, Hillary Clinton im November zu besiegen. Ich könnte nicht mehr mit ihnen übereinstimmen, Mr. Trump. Ich bitte sie deshalb, mit allem Respekt, zurückzutreten. Treten Sie zurück. Geben Sie jemand anderem die Möglichkeit unsere Prinzipien zu vertreten."

Der ehemalige Gouverneur von Utah, Jon M. Huntsman, schloss sich dieser Forderung an. Er sagte der US-Zeitung "The Salt Lake Tribune", dass es Zeit sei, dass Mike Pence, der zurzeit für das Amt als Vize-Präsident antritt, Trumps Platz einnehme.

Auch der republikanische Abgeordnete Mike Coffman aus Colorado forderte von Trump, zum Wohle des Landes zurückzutreten und den Republikanern eine Chance zu geben, Hillary Clinton zu besiegen

Gouverneur von Utah: "Jenseits von beleidigend und widerlich"

Jason E. Chaffetz, der für seinen Heimatstaat Utah im US-Repräsentantenhaus sitzt und der aktuelle Gouverneur von Utah, Gary Herbert zogen ihre Unterstützung für Trump zurück. Jason Chaffetz sagte, er könne Trump nicht länger mit gutem Gewissen unterstützen und Gary Herbet schrieb auf Twitter: "Donald Trump's Aussagen sind jenseits von beleidigend und widerlich. Ich kann zwar nicht für Hillary Clinton stimmen, ich werde aber auch nicht Trump wählen."

Paul Ryan, der republikanische Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, hatte sich am Freitag bereits deutlich von Trumps Aussagen distanziert und eine gemeinsame Wahlkampfveranstaltung abgesagt.

Der republikanische Senator John McCain sagte sogar: "Es gibt keinerlei Entschuldigung für Donald Trumps beleidigende und erniedrigende Äußerungen." Er fügte hinzu: "Er alleine trägt die Bürde seines Verhaltens und sollte auch alleine die Konsequenzen davon spüren".

Ob er wirklich alleine die Bürden seines Verhaltens trägt, ist allerdings mehr als fragwürdig. Schließlich hat sich die republikanische Partei trotz aller vorherigen Skandale hinter Trump gestellt und ihn feierlich als ihren Kandidaten für das Weiße Haus gekürt.

Trump könnte also wieder mit einem blauen Auge davonkommen - vielleicht war es aber auch der Knockout für den Kandidaten.

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