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Medienbericht: Belgische Polizei ließ Hinweise zu Paris-Attentätern liegen

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BELGIAN POLICE
Die Belgische Polizei soll es Versäumnisse gegeben haben. | Francois Lenoir / Reuters
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  • Vor den Terroranschlägen von Paris soll es bei Ermittlungen wichtige Versäumnisse gegeben haben
  • Grund für die Versäumnisse seien unter anderem Personalmangel gewesen
  • Das berichtet die belgische Zeitung "De Tijd"

Eine nach den Terroranschlägen von Paris in Auftrag gegebene Untersuchung bestätigt laut einem Medienbericht Versäumnisse der belgischen Polizei.

Wie die Tageszeitung "De Tijd" am Samstag berichtete, sollen Ermittler im Vorfeld in mindestens 13 Fällen Fehler gemacht oder wichtigen Hinweisen nicht nachgegangen sein. Grund für die Versäumnisse sei unter anderem Personalmangel gewesen, heißt es.

Dabei sei es unter anderem um Verdachtsmomente gegen die späteren Selbstmordattentäter Brahim Abdeslam und Bilal Hadfi sowie deren mutmaßlichen Unterstützer Salah Abdeslam gegangen.

Sprecher der Polizei verärgert über Veröffentlichung

Bei der Anschlagsserie in Paris hatten Extremisten mit Verbindung zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am 13. November vergangenen Jahres 130 Menschen getötet. Zudem starben an dem Tag und bei einer späteren Polizeiaktion insgesamt neun Attentäter.

Ein Sprecher der belgischen Polizei zeigte sich verärgert darüber, dass der von einem Kontrollgremium des belgischen Parlaments erstellte Bericht an die Öffentlichkeit gelangte. Man würde gerne darauf reagieren, sei aber derzeit an Geheimhaltungspflichten gebunden, sagte Peter De Waele dem Sender VRT Nieuws.

(tos)