Huffpost Germany

Panik vor Publikum? Ein Ex-FBI-Agent verrät, wie ihr eure Angst loswerdet

Veröffentlicht: Aktualisiert:
NERVOUS
Panik vor Publikum? Ein Ex-FBI-Agent verrät, wie ihr eure Angst loswerdet | Pixland via Getty Images
Drucken

Die Stimme kiekst, bleibt weg, zittert ...

Die Knie sind stabil wie lauwarmer Pudding, das Herz pumpert im Hals statt im Brustkorb, man könnte schon wieder aufs Klo ...

Mit diesen und vielen anderen Angstsymptomen müssen sich viele Menschen herumschlagen, wenn sie vor Publikum sprechen sollen.

Der ehemalige FBI-Agent Joe Navarro hat in und nach seiner Karriere viele Reden und Präsentationen gehalten, mehr als 600, wie er auf der Seite „Psychology Today“ schreibt.

3 Tipps gegen die Angst

Und dabei hat er ein paar Tricks ausprobiert, die helfen sollen. Seine Erkenntnisse füllen inzwischen Bücher.

Einer Reporterin des „Business Insider“ hat er eine Kurzfassung verraten:

1. Gesteh dir ein, dass du Angst hast
2. Gesteh deinem Publikum, dass du Angst hast
3. Versuche nicht, nicht zu zappeln - sondern weniger

So soll es funktionieren

Wer ein Problem lösen will, muss es erst einmal erkennen. Das gilt auch in bei Aufritten vor Publikum, wenn man Navarros Argumentation folgt. Und zappelig zu sein, sei schließlich keine Schande. „Stress ist eine natürliche Reaktion“, scheibt er in „Psychology Today“, auch Profis kämpften damit, wenn sie einen Auftritt hätten.

Und wenn man das dann noch seinen Zuhörern erkläre, reagierten die meist freundlich, mit einem Lächeln. Und mal ehrlich: Gemerkt hätten sie es sowieso.

Auf der Bühne, rät Navarro, solle man dann nicht versuchen, seine nervösen Gesten komplett abzustellen – sondern ein bisschen abzuschwächen. Wer nur noch ein bisschen die Hände knete, auf den Lippen herumbeiße, Haare drehe oder sich durchs Gesicht fährt, könne trotzdem noch Sicherheit, Ruhe oder Trost daraus ziehen – aber es falle nicht mehr so auf.

Nicht die Miesepeter anstarren

Neben diesen drei wichtigen Punkten hat Navarro noch ein paar Tipps drumrum: Vor dem Auftritt Wasser trinken, gegen den trockenen Hals, ein paar Dehnungsübungen machen.

Auf der Bühne solle man sich auf jene Gesichter im Publikum konzentrieren, die interessiert und freundlich dreinblicken. Zur Not solle man tief ein und langsam wieder ausatmen, um runterzukommen. Ach ja: Und auch ein Ex-FBI-Agent hat Tipps, die unsere Omas schon kannte: Üben, das macht den Meister.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png