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Spenden an die Justiz: Ein neuer Beweis, wie klug Donald Trump ist

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TRUMP
Spenden an die Justiz: Ein neuer Beweis, wie klug Donald Trump ist | Mike Segar / Reuters
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Er ist ja so schlau, der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, der Milliardär Donald Trump. Sagt er.

Diesen Schluss zog der Immobilienmogul aus der Behauptung, dass er legale Steuerschlupflöcher zu seinen Gunsten bestens genutzt habe.

Und weil Trump nun mal ein cleveres Kerlchen ist, hat er das so gesparte Geld offenbar gewinnbringend angelegt: in Spenden an die Justiz.

Immer im richtigen Augenblick

Das „Wall Street Journal“ berichtet, dass Trump immer wieder Geld an Generalstaatsanwälte gezahlt hat, just dann, wen diese Trumps Unternehmen unter die Lupe nahmen.

Konkret sollen zwischen 2001 und 2014 140.000 Dollar von Trump oder seinem engsten Umfeld an mehr als zehn Personen gegangen sein, die entweder Generalstsaatsanwalt waren oder sich um einen solchen Job bewarben, und zwar in New York, Kalifornien und Florida. Anders als in Deutschland werden diese Spitzenjuristen gewählt, sie betreiben dementsprechend Wahlkampf.

Immer im richtigen Augenblick

Die "Washington Post" hatte bereits Mitte September enthüllt, dass Trump die Staatsanwältin Pam Bondi 2013 bedacht hatte – sie hatte damals entschieden, nicht wie Kollegen aus anderen US-Bundesstaaten gegen die Trump-Universität zu ermitteln.

Aus Trumps Sicht sind das sicher sehr clevere Investitionen. Schäppchen wohl sogar.

Dumm nur, dass Trump ausgerechnet seiner Konkurrentin Hillary Clinton vorgeworfen hat, dass sie abhängig von Spenden sei.

Genauso dumm wie seine Beschwerde, diverse öffentliche Einrichtungen in den USA hätten zu wenig Geld. Steuergeld.

Man darf also gespannt sein, mit welcher Ausrede Trump sich diesmal herauswinden will. Aber ihm fällt bestimmt was ein. Ist ja ein kluger Mann, dieser Trump. Sagt er.

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(jds)