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So will Theresa May Ausländer aus britischen Jobs drängen

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THERESA MAY
Die britische Premierministerin Theresa May | Anadolu Agency via Getty Images
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  • Die britischen Tories wollen es in Zukunft für Ausländer schwerer machen, einen Job in Großbritannien zu bekommen
  • Unternehmen sollen daher die Zahl der bei ihnen beschäftigten Migranten melden

Nach dem Willen der britischen Premierministerin Theresa May soll es für Ausländer in Zukunft schwerer werden, einen Job in Großbritannien zu bekommen.

Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung"
sagte sie am Mittwoch auf dem Parteitag der Konservativen in Birmingham, dass es "einfach nicht fair" sei, wenn Briten wegen der Konkurrenz durch Migranten keine Arbeit fänden oder weniger verdienten.

Ähnlich äußerte sich Innenministerin Amber Rudd. Sie kündige an, dass Unternehmen gezwungen werden könnten, preiszugeben, wie viele Ausländer sie beschäftigen. Ausländische Arbeiter sollten nicht die Möglichkeit bekommen, die "Jobs zu nehmen, die Briten machen könnten", zitiert sie der "Telegraph".

May verspricht gerechtere Gesellschaft durch den Brexit

Zugleich versprach May bei ihrer Abschlussrede auf dem Parteitag der Konservativen eine gerechtere Gesellschaft. Das Votum der Briten für einen Austritt aus der EU sei "eine einmalige Chance, den Kurs des Landes nachhaltig zu ändern", sagte May vor den Delegierten in Birmingham am Mittwoch.

Sie kündigte höhere Ausgaben für den Wohnungsbau, Schulen und Universitäten an. Ihre Partei werde immer im Interesse der durchschnittlichen Arbeiterklasse handeln, sagte May. Gleichzeitig zeigte sich May optimistisch, was die wirtschaftliche Zukunft ihres Landes außerhalb der EU angeht.

May wendet sich damit deutlich von der Strategie ihres Vorgängers David Cameron ab, der eine Politik der Haushaltskonsolidierung verfolgte. Sie steuert ihre Partei in Richtung mitte-links. Beobachter sehen darin den Versuch, Wähler zu gewinnen, die aus Frustration über ihre wirtschaftliche Situation für den Brexit gestimmt haben.

Auch enttäuschte Labour-Anhänger will May wohl mit der Initiative abwerben. Die Briten haben am 23. Juni in einem historischen Referendum für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gestimmt.

Mit Material der dpa

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