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Notstand: Hurrikan "Matthew" sorgt in den USA für eine Massenflucht - Über 100 Tote in Haiti

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MATTHEW
Notstand: Hurrikan "Matthew" sorgt in den USA für eine Massenflucht - Über 100 Tote in Haiti | dpa
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  • Hurrikan "Matthew" hinterlässt in der Karibik eine Spur der Verwüstung und mindestens 114 Tote
  • An der südlichen US-Atlantikküste bringen sich Bewohner vor dem Sturm in Sicherheit
  • US-Präsident Obama hat für Florida den Notstand ausgerufen

US-Präsident Barack Obama hat wegen des herannahenden Hurrikans "Matthew" den Notstand für den Bundesstaat Florida ausgerufen.

Damit werden die Katastrophenschutzbehörde Fema und das Heimatschutzministerium autorisiert, die Behörden in Florida zu unterstützen.

Über zwei Millionen Menschen sollen sich ins Landesinnere begeben

Viele Bewohner der Küstengebiete in Florida, Georgia, South und North Carolina haben sich bereits in Sicherheit gebracht. Mehr als zwei Millionen Menschen wurden von den Behörden aufgefordert, sich ins Landesinnere zu begeben.

Auf seinem zerstörerischen Weg durch die Karibik hat "Matthew" mindestens 114 Menschen in den Tod gerissen.

"Das ist ein gefährlicher Sturm", warnte der Gouverneur von Florida, Rick Scott. "Der Sturm hat bereits Menschen getötet. Wir sollten in Florida mit den gleichen Auswirkungen rechnen."

Der stärkste Sturm seit über zehn Jahren

Er gehe von der größten Evakuierung aller Zeiten aus. Der Gouverneur von Georgia, Nathan Deal, ordnete eine verpflichtende Evakuierung der gesamten Küste an. Betroffen waren allein dort 500.000 Menschen.

Der Hurrikan wurde am Donnerstag wieder auf Kategorie 4 hochgestuft, nachdem er sich zwischenzeitlich etwas abgeschwächt hatte. Damit ist er der stärkste Sturm seit mehr als zehn Jahren, der die US-Atlantikküste heimsucht.

Er näherte sich mit maximalen Windgeschwindigkeiten von 225 Kilometern pro Stunde Florida, wo er am Donnerstagabend (Ortszeit) erwartet wurde. Die Ausläufer des Sturms verdunkelten bereits den Tag über den Himmel und brachten erste Regenschauer.

Vier Tote auch in der Dominikanischen Republik

Bei der Evakuierung kam es auch zu einem tödlichen Schusswechsel. Ein Autofahrer durbrach in South Carolina eine Straßensperre der Polizei und zog eine Waffe, wie Sheriff Duane Lewis sagte. Daraufhin hätten die Beamten das Feuer eröffnet und ihn verwundet. Später sei er im Krankenhaus gestorben.

Mindestens 114 Menschen kamen durch den Sturm selbst in der Karibik ums Leben, allein 108 davon in Haiti, das "Matthew" am Dienstag heimgesucht hatte. Vier Tote wurden auch aus der benachbarten Dominikanischen Republik gemeldet, einer aus Kolumbien und einer aus St. Vincent und die Grenadinen.

In Haiti war das gesamte Ausmaß der Schäden aber auch am Donnerstag noch nicht abzusehen. Aus dem Département Grand’Anse gebe es beispielsweise noch kaum verlässliche Angaben über Opfer, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Straßen seien weggefegt und Telefonleitungen gekappt worden. Hilfskonvois und Helikopter begannen mit dem zunehmend besseren Wetter, dorthin und in die anderem am schwersten betroffenen Regionen vorzudringen. Vielerorts war vor allem sauberes Trinkwasser knapp.

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