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Auf dem Weg nach Hause macht die zweifache Mutter dieses Selfie – Minuten später ist sie tot

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Auf dem Weg nach Hause macht die zweifache Mutter dieses Selfie – Minuten später ist sie tot | Greenway
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Eine zweifache Mutter starb bei einem tragischen Fahrradunfall in London – und zwar nur wenige Minuten, nachdem sie ein lachendes Selfie von sich machte.

Carmen G. war mit ihrem Fahrrad auf dem Weg nach Hause von einem Pub, wo sie mit ihrer Mutter an deren Geburtstag zu Abend gegessen hatte. Auf der holprigen Straße verlor sie schließlich die Kontrolle, berichtet die Huffington Post UK unter Berufung auf die Nachrichtenagentur PA.

Die 41-Jährige erlitt einen Schädelbruch und starb sechs Tage später im St. Marys Krankenhaus in Paddington, London, nach einem Herzstillstand.

Die verunglückte Frau trug keinen Helm

Ihr Mann Rufus gab an, dass sie keinen Helm trug, vermutlich davor Alkohol getrunken hatte und eventuell nur eine Hand auf der Lenkstange hatte, als sie stürzte. Alles in allem sei sie aber eine "sehr gute“ Fahrradfahrerin gewesen.

"Sie machte auf der Straße ein paar Selfies von sich, das hat sie sehr oft gemacht, sie war sehr aktiv in den Sozialen Medien“, sagte der 47-jährige Mann.

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"Das Selfie entstand nicht in dem Moment, als der Unfall passierte. Aber kurz davor. Sie schoss das Foto wohl 100 Meter vor unserem Haus, eine Hand auf der Lenkstange, ganz entspannt, wahrscheinlich leicht angetrunken“.

Und weiter: "So fuhr sie jedes Wochenende mit dem Fahrrad, wahrscheinlich war sie deshalb unachtsam“.

Er gab an, dass sie davor wohl eine schöne Zeit in dem Pub gehabt hatte – mit ihrer Mutter zu deren Geburtstag. "In einer Sekunde bist du noch glücklich, in der nächsten liegt alles in Scherben“.

Ihr Mann fordert Helmpflicht für Fahrradfahrer

Er fordert die britische Regierung auf, ein Gesetz einzuführen, dass alle Fahrradfahrer dazu verpflichtet, ein Helm zu tragen. Im Heimatland seiner Frau, Neuseeland, gäbe es bereits eine solche Verordnung.

Auf die Frage hin, warum seine Frau keinen Helm getragen hätte, antwortete er: "Das wahr wohl Selbstüberschätzung.“

Und weiter: "Es ist leider ein unglücklicher Vorfall. Wenn sie einen Helm getragen hätte, wäre sie noch am Leben“.

Der Mann war in Moskau, als sich der Unfall ereignete – und zwar am 18. August gegen Mitternacht in der Nähe ihres Zuhauses. Er flog sofort nach Hause.

Die Beiden waren seit 13 Jahren verheiratet, deshalb ging der Mann auch mit der Geschichte an die Öffentlichkeit, um ihr die letzte Ehre zu erweisen und andere zu warnen.

"Meine Kinder haben ihre Mutter verloren. Und ich die Liebe meines Lebens. Wir stritten nie. Ich dachte, wir hätten noch 60 Jahre mehr“, sagte der verstörte Mann.

Die Mutter musste den Unfall mitansehen

Die Mutter Sherry, die hinter ihrer Tochter fuhr, als sich der Unfall ereignete, sagte dem New Zealand Herald: "Carmen war Mutter aus Leidenschaft und liebte ihren Mann und ihre Kinder“.

"Sie war ganz besonders. Und sie war meine einzige Tochter“, trauert die Mutter.

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post UK und wurde von Valentina Resetarits übersetzt und bearbeitet.

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(pb)