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Traum vieler Städter: Australier erfindet Haus, das sich jeder leisten kann

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BIG WORLD HOMES
"Big World Homes" sollen in Zukunft ein Eigenheim in der Großstadt bezahlbar machen | PR
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Wer in einer Großstadt wohnt, weiß: Der Traum vom kleinen Stadthäuschen mit Garten für die meisten jungen Menschen zur Utopie geworden.

Die Preise für Wohnraum in urbanen Zentren entfernen sich immer weiter von dem, was Berufseinsteiger in der Realität verdienen. WG bis Ende 30, zurück zu Mama oder ganz raus aus der Stadt: Die Wohn-Alternativen für Städter scheinen begrenzt.

Das hat nun vielleicht bald ein Ende. Der australische Architekt Alex Symes nämlich hat ein Wohnkonzept entwickelt, das wirklich zu den Ansprüchen junger Städter passen und dabei auch noch bezahlbar sein soll.

Ein Stadthäuschen nach IKEA-Prinzip

Die von Symes konzipierten "Big World Homes" bieten anders als der Name vermuten lassen könnte nur Wohnraum in der Größe von rund 14 Quadratmetern.



Doch nicht in der Größe, sondern in der Bauart der Häuschen steckt die Revolution: Ganz nach dem Ikea-Prinzip sollen Städter ihre "Big World Homes" nämlich ganz einfach und ohne Vorkenntnisse mit Hammer und Nagel innerhalb zwei Tagen selbst aufbauen können.

Im Internet bestellt werden die Bauteile der Mini-Häuser auf einem Anhänger geliefert. Jedes der "Big World Homes" besteht aus 39 flachverpackten Platten, die aus Materialien mit besonders geringer Umweltbelastung bestehen.



Für rund 65.000 australische Dollar - also umgerechnet rund 44.000 Euro - soll der Traum vom Stadthäuschen für Jedermann wahr werden.

Günstig, ökologisch nachhaltig, flexibel und autark ist das Häuschen der Zukunft

Auch hohe Energiekosten sollen nicht anfallen: Das Selbstbauhaus soll nicht nur eine positive Energiebilanz haben, sondern sich auch dank Solarplatten und Regenwassertanks autark mit Strom und Wasser versorgen.

Ein weiterer Vorteil des Selbst-Bauprinzips: Wer umzieht, kann sein Häuschen wieder zusammenpacken und in einer neuen Stadt neu aufbauen. Und wer Familiennachwuchs plant, kann das Haus mitwachsen lassen: Nach dem Modularbauprinzip sollen auch Anbauten möglich sein.



Ikea - mit dessen Konzept Symes das "Big World Homes"-Konzept vergleicht - ist im Übrigen seit kurzem als Sponsor bei dem Star-tup eingestiegen.

Das kleine Problem mit dem Land

Die "Big World Homes" müssen in den Ohren vieler Städter wie ein schwer erreichbarer Traum klingen - und das werden die Stadthäuser wohl zunächst auch noch bleiben.

Denn: Momentan hängt die Idee noch an dem entscheidenden Faktor Land - genauer gesagt Landpreise. Denn was nützt einem ein erschwingliches Stadthaus, wenn man sich keinen Boden leisten kann, auf das man es bauen kann?



Auch das soll sich bald ändern. Man arbeite derzeit an "Kooperationen mit Entwicklern, Stadtplanern, Gemeindegruppen und privaten Landbesitzern", heißt es auf der Website des Start-ups.

Auch sonst steckt das Projekt noch in den Kinderschuhen: Über eine Crowdfunding-Plattform sucht das Start-up um Architekt Alex Symes deshalb weiterhin nach Spendern.

Trotzdem soll die Idee dieses Jahr bereits dem ersten Realitätscheck unterzogen werden: Das erste "Big World Home" soll noch vor 2017 in Sydney aufgebaut und bezogen werden.

Dann wird zumindest schon einmal für eine junge Städterin der Traum vom Häuschen wahr.

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