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In dieser deutschen Stadt sind die meisten Asylbewerber auf Jobsuche

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  • Laut aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit suchen in Salzgitter besonders viele Asylbewerber einen Job
  • In großen Städten wie Berlin fällt der Anteil an der Gesamtbevölkerung gering aus
  • Den geringsten Anteil an arbeitssuchenden Asylbewerbern verzeichnet eine Region in Thüringen

Es ist eine Statistik, die viele überraschen dürfte: Laut aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist Salzgitter die Stadt in Deutschland, in der gemessen an der Einwohnerzahl die meisten Asylbewerber auf Arbeitsssuche sind. Das berichtet die "Bild".

Im vergangenen Jahr waren 890.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Bei den Arbeitsagenturen seien insgesamt 431.350 "gemeldete erwerbsfähige Personen“ aus nichteuropäischen Asyl-Ländern registriert, berichtet das Blatt unter Berufung auf die BA-Zahlen.

Knapp hinter Salzgitter rangiert Schwerin

Bei den meisten handele es sich um Asylbewerber und Flüchtlinge mit Aufenthaltsrecht, die 2015 nach Deutschland kamen. Die Mehrheit von ihnen beziehe Hartz IV. Vereinzelt hätten die Gemeldeten einen Job, heißt es, suchten aber über die Arbeitsagenturen einen neuen.

Und die meisten Jobsuchenden Asylbewerber leben eben in Salzgitter - laut BA-Zahlen nämlich genau 1482. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 1,497 Prozent. Knapp hinter Salzgitter befindet sich Schwerin, hier beträgt der Anteil der jobsuchenden Asylbewerber 1,457 Prozent.

Interessant: In Berlin bewegt sich die Zahl der erwerbsfähigen Personen aus Asylländern zwar bei rund 20.000 - gemessen an der Gesamtbevölkerung macht das jedoch nur einen Prozentsatz von 0,569 aus.

Hier eine Übersicht der zehn deutschen Städte mit dem höchsten Anteil an arbeitssuchenden Asylbewerbern:

  • Salzgitter: 1,497 Prozent (Einwohner: 98.966)
  • Schwerin: 1,457 Prozent (Einwohner: 92.138)
  • Saarbrücken (Region): 1,371 Prozent (Einwohner: 325.604)
  • Kiel: 1,273 Prozent (Einwohner: 243.148)
  • Essen: 1,271 Prozent (Einwohner: 573.784)
  • Halle (Saale): 1,246 Prozent (Einwohner: 232.470)
  • Bremen: 1,243 Prozent (Einwohner: 551.767)
  • Schweinfurt: 1,201 Prozent (Einwohner: 51.610)
  • Oldenburg: 1,201 Prozent (Einwohner: 160.907)
  • Bremerhaven: 1,180 Prozent (Einwohner: 110.121)

Den geringsten Anteil an arbeitssuchenden Asylbewerbern verzeichnete das BA im Saale-Holzland-Kreis (0,015 Prozent), in Fürth (0,032 Prozent) und im Odenwaldkreis (0,07 Prozent).

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