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Kain bezeichnet Trump als "Narr" und "Verrückten"

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KAINE PENCE
Die Kandidaten als US-Vizepräsidenten Tim Kaine und Mike Pence | Kevin Lamarque / Reuters
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Im US-Wahlkampf haben sich die beiden Vizepräsidentschaftskandidaten Tim Kaine und Mike Pence ihren ersten direkten Schlagabtausch geliefert. Beide trafen am Dienstagabend in Farmville in ihrer einzigen TV-Debatte aufeinander.

Das Streitgespräch verlief äußerst aggressiv. Beide unterbrachen sich ständig. Der Demokrat Kaine griff immer wieder den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump an. So warf er ihm Frauenfeindlichkeit vor. Bei seiner Rhetorik lag er dabei ganz auf einer Linie mit demokratischen Bewerberin Hillary Clinton.

Für den Republikaner Pence begann das Duell mit einem Patzer. Er dankte der Norwood University, dass er an diesem Abend dort reden durfte. Tatsächlich fand das Gespräch aber in der Longwood University statt. Im Folgenden zeigte er sich aber gut vorbereitet.

Kaine bezeichnete Trump als "Narren" und "Verrückten"

Besonders hitzig wurde das Gespräch, als Kaine Trump als "Narren" und "Verrückten" bezeichnete, der als Präsident einen Atomkrieg auslösen könnte.

Wörtlich sagte er über den Kandidaten der Republikaner: "Reagan sagte, irgendein Narr oder ein Verrückter könnte eine Katastrophe auslösen. Und ich denke, das könnte Gouverneur Pence' Kandidat sein."

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Das wollte Pence nicht auf sich sitzen lassen. "Senator, Senator, das war sogar unter dem Niveau von Ihnen und Hillary Clinton, und das ist bereits ziemlich weit unten."

Pence kritisierte Russland scharf

Der Republikaner Pence sagte, er werde Trump helfen, Wandel nach Washington zu bringen. Er sah sich mit der schwierigen Aufgabe konfrontiert, den umstrittenen Kandidaten zu verteidigen, der sich zuletzt wieder mehrere Fehltritte geliefert hatte.

Pence und Kaine gelten als erfahrene Politiker, schillernde Persönlichkeiten sind sie nicht. Pence saß lange Jahre im Repräsentantenhaus, bevor er Gouverneur von Indiana wurde. Kaine vertritt Virginia im Senat, zuvor war er Gouverneur des Bundesstaates.

Überraschend übte Pence scharfe Kritik an Russland. Er warf der Führung von Präsident Wladimir Putin vor, korrupt zu sein. Zudem trat er dafür ein, im syrischen Bürgerkrieg eine harte Linie gegenüber Moskau zu verfolgen.

"Russische Provokationen mit Stärke beantworten"

"Die Provokationen durch Russland müssen mit amerikanischer Stärke beantwortet werden", erklärte Pence. "Wenn Russland sich weiterhin an barbarischen Angriffen auf Zivilisten in Aleppo beteiligt, müssen die USA darauf vorbereitet sein, das Assad-Regime militärisch anzugreifen, um eine humanitäre Katastrophe in Aleppo zu verhindern."

Trump hatte sich in der Vergangenheit immer wieder bewundernd über Putin geäußert und sich für eine Kooperation mit Russland in Syrien stark gemacht.

Allerdings fielen diese Äußerungen, bevor die USA in dieser Woche den Dialog mit Russland über den Bürgerkrieg abgebrochen hatten.

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