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Anwohner beschwert sich bei der Polizei über den Lärm des Helikopters - so genial kontern die Beamten

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HELI
dpa
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Kurz vor Mitternacht. Schlafenszeit. Auch für einen Bürger der Stadt Hagen. Doch "ohrenbetäubender Lärm“ lässt ihn nicht zur Ruhe kommen. Ein Hubschrauber kreist seit einiger Zeit über der Stadt.

Für den Anwohner ist der Rotorenlärm des Helis zu viel des Guten. Er beschwert sich bei der Polizei – per Facebook: "Warum fliegt hier nachts um 0 Uhr über dem Remberg ein Heli?“, fragt er bei den Beamten nach. Damit aber nicht genug. Der genervte Bürger legt nach: "Es gibt auch noch Einwohner, die schlafen wollen!“

Nur wenige Stunden später reagiert die Polizei auf diese dreiste Beschwerde. Ebenfalls über Facebook und für alle sichtbar - aber vor allem extrem schlagfertig und cool: "Weil unser Hubschrauber letzte Nacht ein Menschenleben gerettet hat!“

Denn nur Mithilfe einer Wärmebildkamera - die in jeden Rettungshubschrauber eingebaut ist – konnte ein als vermisst gemeldeter 74-Jähriger auf dem riesigen Areal des Friedhofs gefunden werden. Der ältere Mann war gestürzt und musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.

"Wer weiß, was passiert wäre, wenn er die ganze Nacht da gelegen hätte“, heißt es weiter. Jedoch seien sich die Beamten durchaus darüber im klaren, dass solch ein nächtlicher Hubschrauber-Einsatz stören könne.

Die Antwort der Polizei wird zum Renner in den sozialen Netzwerken

Doch "ein Polizei-Hubschrauber fliegt niemals zum Spaß“, schreibt die Polizei und schließt ihre schlagfertige Antwort an den genervten Bürger mit einer Bitte: "Wenn Sie also das nächste Mal im Bett liegen und wir Ihnen wegen des Dröhnens der Rotoren vielleicht eine Stunde Schlaf 'klauen’, dann denken Sie einfach an diesen Post und unsere Kolleginnen und Kollegen. Die versuchen dann nämlich vor Ihrer Haustür ein Menschenleben zu retten oder zu unser aller Sicherheit einen flüchtenden Straftäter festzunehmen.“

Die Antwort der Polizei auf die Beschwere des Bürgers wird zum Renner in den sozialen Netzwerken. Binnen weniger Stunden drücken mehr als 10.000 Facebook-User auf "Gefällt mir“. Den Facebook-Eintrag hat die Polizei Hagen mittlerweile entfernt, auf Twitter kann man ihn aber noch nachlesen.

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(vr)