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OECD-Studie: In Deutschland wird im Schnitt am wenigsten gearbeitet

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OECD-Studie: In Deutschland wird im Schnitt am wenigsten gearbeitet | Kelvin Murray via Getty Images
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  • Eine Studie der OECD hat die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden pro Jahr in 35 Ländern erfasst
  • Das überraschende Ergebnis: Deutschland landet dabei auf dem letzten Platz

Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kommt zu einem überraschenden Ergebnis: In Deutschland wurde im Jahr 2015 weltweit am wenigsten gearbeitet.

Die OECD hat in einer Statistik erfasst, wie viele Stunden Arbeiter eines Landes im Schnitt in einem Jahr leisten. Deutschland landet dabei auf dem letzten Platz.

Ganz vorne: Mexiko, Costa Rica und Korea

Die vordersten Ränge belegen für das Jahr 2015 Mexiko (43,19 Stunden pro Woche (Std/W)), Costa Rica (42,88 Std/W), Korea (40,63 Std/W), Griechenland (39,27 Std/W) und Chile (38,23 Std/W).

Deutsche Arbeiter kommen auf durchschnittlich 1371 Stunden im Jahr, was 26,37 Stunden pro Woche ergibt. Mit Deutschland auf den hinteren Plätzen rangieren die Niederlande (27,29 Std/W), Norwegen (27,38 Std/W), Dänemark (28,02 Std/W) und Frankreich (28,5 Std/W).

Zweit- und Drittjobs sorgen für hohe Gesamtstundenzahl

Die OECD-Zahlen erfassen die tatsächlich gearbeiteten Stunden in einem Jahr, wozu auch bezahlte und unbezahlte Überstunden zählen sowie Arbeitszeit in Zweit- oder Drittjobs. Das führt vor allem in Krisenländern wie Griechenland zu Gesamtstundenzahlen, die deutlich über denen in Deutschland liegen.

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Grund für die Platzierung Deutschlands ist also nicht die Abkehr von der üblichen 35-Stunden-Woche. In einer weiteren Tabelle hat die OECD die übliche geleistete Stundenzahl pro Woche im Hauptjob erfasst.

Für Deutschland errechneten die Ökonomen für das Jahr 2014 einen Durchschnitt von 34,5 Stunden pro Woche. Auf dem letzten Platz liegen hier die Niederlande mit 28,9 Stunden pro Woche, auf dem ersten Platz kommt Kolumbien mit 49,1 Arbeitsstunden in der Woche.

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(lk)