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Britische Forscher sollen kurz vor der Heilung von HIV stehen

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HIV LABORATORY
Ein Forscher in einem Labor (Symbolbild) | FAROOQ NAEEM via Getty Images
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  • Forscher in Großbritannien stehen kurz vor einem medizinischen Durchbruch
  • Sie testen eine Therapie, die eine Heilung von HIV möglich machen soll
  • Diese soll Viren im Körper zielgerichtet aufzuspüren und zerstören

Britische Forscher stehen angeblich vor einem medizinischen Durchbruch. Zurzeit wird an einem Patienten eine neue Therapie ausprobiert, die in der Lage sein soll, HI-Viren komplett aus dem Körper zu entfernen. Das berichtet die britische Qualitätszeitung "Sunday Times".

Ein 44-Jähriger ist der Erste von 50 Patienten, an denen die neue Therapie ausprobiert wird. Der neue Ansatz der Wissenschaftler soll Viren im Körper zielgerichtet aufzuspüren und zerstören.

"Schlafende Zellen" verhindern bisher einen HIV-Heilung

Bisher kann eine HIV-Infektion durch die Verabreichung von Medikamenten kontrolliert, aber nicht geheilt werden. Durch Tabletten wird die Virenmenge im Blut zwar drastisch reduziert. Aber eine kleine Menge der Viren bleibt immer in so genannten "schlafenden Zellen" erhalten. Von diesen Reservoirs aus können sie sich immer wieder ausbreiten, wenn die Medikamente abgesetzt werden.

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Laut der "Sunday Times" ist die Therapie der britischen Forscher die erste HIV-Behandlung, die die Viren – inklusive jenen in den schlafenden Zellen – in jedem Teil des Körpers aufspürt und zerstört.

Dem Bericht der Zeitung zufolge sei der Virus nach ersten Tests nicht mehr im Blut des 44-Jährigen zu finden. Um sicherzugehen, müsse aber noch mehrere Monate abgewartet werden.

Tests sollen noch fünf Jahre dauern

So soll ausgeschlossen werden, dass das Virus nur aufgrund der zusätzlich zur Therapie genommen herkömmlichen Arzneistoffen vorübergehend nicht im Körper des Patienten aufzufinden sei - und nicht aufgrund der neuen Therapie.

Professorin Sarah Fidler vom Imperial College in London warnt vor voreiligen Erfolgsmeldungen. Dennoch ist auch sie zuversichtlich: "Im Labor hat es funktioniert und es gibt gute Hinweise, dass es auch beim Menschen funktionieren wird. Dennoch muss beton werden, dass wir immer noch weit weg von einer tatsächlichen Therapie sind." Die Tests würden noch fünf Jahre lang andauern.

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(sk)