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Schämt ihr euch nicht? Demonstranten in Dresden verhöhnen Ausländer mit Affenlauten

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DRESDEN PEGIDA EINHEITSFEIER
in Vorfall bei den rechten Protesten zur Feier der deutschen Einheit in Dresden sorgt für Empörung in den sozialen Netzwerken | dpa
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  • Bei der Feier zur deutschen Einheit in Dresden hat ein Vorfall für Empörung in den sozialen Netzwerken gesorgt
  • Ein dunkelhäutiger Mann wurde von rechten Demonstranten mit Affenlauten und "Abschiebe"-Rufen beschimpft
  • Am Nachmittag versammelten sich tausende Anhänger des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses zu einer Demonstration

Ein Vorfall bei den rechten Protesten zur Feier der deutschen Einheit in Dresden sorgt für Empörung in den sozialen Netzwerken. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, wurde ein dunkelhäutiger Mann beschimpft, als er am Vormittag am Ökumenische Gottesdienst in der Frauenkirche teilnehmen wollte.

Der Mann wurde von den Demonstranten, mehrheitlich Anhänger des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses, mit Affenlauten und "Abschiebe"-Rufen empfangen.

"Ich kann es einfach nicht fassen"

Auf dem Kurznachrichtendienst "Twitter" reagierten viele Nutzer bestürzt auf diesen rassistischen Vorfall.

Eine Nutzer kritisierte die rechten Demonstranten scharf:

Eine Nutzerin beschrieb ihre Fassungslosigkeit angesichts solcher rassistischen Hetze:

Dieser Nutzer fragte sich, ob die Pegida-Anhänger sich denn für gar nichts mehr schämen würden:

Fast ein Dutzend Demonstrationen in Dresden

Am Vormittag war noch von hunderten Demonstranten die Rede, die mit Rufen und Trillerpfeifen die Feierlichkeiten gestört hatten. Am Nachmittag versammelten sich nun tausende Menschen, unter ihnen erkennbar zahlreiche Neonazis, am Dresdner Hauptbahnhof, um von dort in die Nähe des Festgeländes zu ziehen, wie die Deutsche Presseagentur mitteilte. Zu dieser Demonstration hatte Pegida bereits im Vorfeld aufgerufen.

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Parallel dazu beteiligten sich unter der Elbbrücke "Blaues Wunder" etwa 250 bis 300 Menschen an einer Demonstration des rechten Bündnisses "Festung Europa". Auf der Elbbrücke versammelten sich etwa genauso viele Gegendemonstranten, die für ein offenes und buntes Dresden warben. Zunächst blieb alles friedlich.

In ganz Dresden waren für Montag fast ein Dutzend Demonstrationen angemeldet. Die Polizei ist mit rund 2.600 Beamten im Einsatz, um die Veranstaltungen abzusichern.

Mit Material der dpa

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