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"Wir haben ein Monster erschaffen": Wie Beisenherz den Wirbel um seinen Thomalla-Tweet erlebte

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SOPHIA THOMALLA
Sophia Thomalla löste einen Shitstorm aus | Sascha Steinbach via Getty Images
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  • Am Freitag löste ein Twitter-Post auf Sophia Thomallas Profil einen Shitstorm aus
  • Neben Thomalla selbst steckte auch Komiker Mickey Beisenherz hinter dem Tweet
  • Dieser meldet sich nun zu Wort - und versucht, die Aktion zu erklären

Mit einem kalkulierten Social-Media-Aufreger lösten die Moderatorin Sophia Thomalla und Kolumnist Mickey Beisenherz einen gewaltigen "Shitstorm" aus.

Nun meldet sich Beisenherz zu Wort - und versucht, die Aktion zu erklären.

"Zugegeben", schreibt Beisenherz in seiner "Stern"-Kolumne, "ich habe schon besser gepennt."

Auf dem Twitter- und Facebook-Profil von Sophia Thomalla posteten die beiden den Satz: "Kleine Titten sind wie Flüchtlinge: Sie sind nun mal da, aber eigentlich will man sie nicht." Darunter war ein Bild der Moderatorin zu sehen, wie sie sich an die Brüste fasst.

Beisenherz erklärt in seiner Kolumne, wie es zu dem kalkulierten Skandal kam. Er habe Thomallas Profile in den sozialen Netzwerken übernommen. Und Post für Post versuchten die beiden am Freitag gemeinsam, einen Shitstorm zu erzeugen.

Zuerst wetterten sie gegen schreiende Kinder, dann zeigte Beisenherz auf Thomallas Account Solidarität zu Trump - und entschied sich schließlich, gegen kleine Brüste anzuposten. "Aber irgendwie reicht das noch nicht. Es muss ein wenig storchen, damit auch wirklich jeder den Impuls verspürt, dabei zu sein", beschreibt Beisenherz den Abend.

Thomalla soll dann gesagt haben: "Es muss noch stumpfer sein."

Als der Post formuliert war, gab es "ein allgemeines Lufteinziehen im Raum. Wir bringen es."

In den sozialen Netzwerken sorgte dieser Post für heftige Reaktionen, auch nachdem Thomalla sich kurze Zeit später von dem Inhalt des Posts distanzierte und erklärte, dass der Beitrag ein Experiment von ihr und Micky Beisenherz gewesen sei.

"Ui. Wir haben ein Monster erschaffen", schreibt Beisenherz in seiner Kolumne.

Sogar Thomallas Managment klingelte noch am Abend durch. "Das Telefon klingelt. Sophias Manager ist not amused. Nachvollziehbar", verrät Beisenherz. Und: "Sophia bleibt übrigens angenehm standhaft, während die Werbepartner sturm klingeln und RTL ein Statement fordert."

Thomalla macht Kampagnen für Deichmann und Lidl - für solche Aktionen haben andere Stars schon ihre Werbepartner verloren.

Aber was genau sollte dieses "Experiment" eigentlich zeigen?

"Haben wir 'der Gesellschaft den Spiegel vorgehalten'? Haben wir die 'Mechanismen von Social Media' in Gang gesetzt und aufgezeigt? War es ein gelungenes 'Experiment'? Satire?“, schreibt Beisenherz.

Der Kolumnist zeigt sich zunächst erstaunt darüber, dass Thomalla nach dem umstrittenen Post 31.000 neue Follower hatte, was einem Zuwachs von 10 Prozent entspreche. Dann aber gibt er zu: "dass Titten und Rechtslastigkeit bei Facebook besonders gut gehen, haben wir dann irgendwie auch schon vorher gewusst."

Eine neue Erkenntnis für die Social-Media-Gesellschaft hat die Aktion also nicht geliefert, nur eine Einsicht bei dem Verursacher:
"War es das wert?", fragt Beisenherz und gibt sich selbst die Antwort: "Gemessen an der Ermattung in meinem Gesicht: Nein. Auch eine Erkenntnis."

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(bp)