Huffpost Germany

Frauke Petry fordert gesetzliche Rentenversicherung für alle

Veröffentlicht: Aktualisiert:
FRAUKE PETRY
Frauke Petry fordert gesetzliche Rentenversicherung für alle | TOBIAS SCHWARZ via Getty Images
Drucken
  • Frauke Petry will Gutverdiener in gesetzliche Rentenversicherung zwingen
  • "Wir sind für Renten, von denen alle leben können", sagte Petry

Die AfD will künftig auch Selbständige und Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung zwingen und die Beiträge für Gutverdiener erhöhen. "Wir halten den Schweizer Weg für sinnvoll, auch Menschen mit höherem Einkommen in die Rentenversicherung einzahlen zu lassen", sagte die Parteivorsitzende Frauke Petry im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (F.A.S.).

"Wir sind für Renten, von denen alle leben können, und wir kritisieren, dass immer weniger Menschen in die Rentenversicherung einzahlen", so Petry.

Mehr zum Thema: Deshalb bekommen Politiker schon in jungen Jahren viele tausend Euro Rente

Petry will nicht mehr von Rentenkürzungen sprechen

Petry distanzierte sich von eigenen Äußerungen aus dem Sommer, man werde "vermutlich über eine weitere Kürzung der Renten reden müssen". Das Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen. Zu Einzelheiten des AfD-Konzepts wollte sich die Parteichefin aber noch nicht äußern.

"Ich bitte einfach darum, uns bei dem Thema noch etwas Zeit zu geben", sagte sie. Das Grundsatzprogramm der AfD enthält zu dem Thema nur die Forderung, Kinderzahl und Erziehungszeiten bei der Rentenberechnung stärker zu berücksichtigen.

In der Schweiz zahlen alle Bürger ab dem 20. Lebensjahr in die staatliche Rentenkasse ein. Für Arbeitnehmer beträgt der Beitragssatz derzeit 8,4 Prozent, er ist nach oben nicht gedeckelt.

Die Hälfte davon entfällt auf den Arbeitgeber. Daraus werden für Schweizer Verhältnisse relativ bescheidene Renten bezahlt, hinzu kommen Leistungen aus der beruflichen Vorsorge und privaten Versicherungen.

Auch auf HuffPost:

Frauke Petrys Ex-Lehrer: Warum ich sie nicht mehr sehen will

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

In einem großangelegten Projekt hilft der Verein SyrienHilfe e.V. vor Ort Menschen in Not, die ihre Heimat nicht verlassen können oder wollen. Seit 2012 setzen sich Ärzte, Ingenieure, Archäologen, Lehrer und Künstler in dem Bürgerkriegsland dafür ein, dass die Bevölkerung in ihrem eigenen Land ein würdevolles Leben führen kann.

Der Verein betreut Waisenkinder, organisiert medizinische Versorgung für Behinderte und chronisch Kranke und finanziert Lebensmittel und Unterkünfte.

Unterstütze sie jetzt auf www.zusammen-für-flüchtlinge.de, der zentralen Plattform für Projekte in der Flüchtlingshilfe von betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.