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"Viele Szenarien waren völlig überzogen": CDU-Vize Laschet kritisiert Regierung für "hysterische" Flüchtlingsdebatte

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LASCHET
Armin Laschet, head of North Rhine-Westphalia Christian Democratic Union (CDU) delivers a speech at the party congress on December 9, 2014 in Cologne, western Germany. Germany's conservative Christian Democrats were expected to overwhelmingly re-elect Angela Merkel as unopposed party chief at the two-day meeting with more than 1,000 CDU delegates. AFP PHOTO / PATRIK STOLLARZ (Photo credit should read PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images) | PATRIK STOLLARZ via Getty Images
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  • CDU-Vize Armin Laschet spricht von einer "hysterischen Debatte" in der Flüchtlingskrise
  • Es sei erschütternd, dass Populisten lange mit falschen Zahlen Stimmung gemacht hätten
  • Laschet beziet sich auf die Zahl der ankommenden Flüchtlinge 2015, die vom Bundesinnenministerium herunterkorrigiert wurde

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet wertet die herunterkorrigierte Flüchtlingszahl als Beleg dafür, dass der Zustrom nicht durch die Öffnungsentscheidung von Kanzlerin Angela Merkel ausgelöst wurde.

Er hoffe, dass "der Unsinn vom Tisch" sei, Merkel habe die Flüchtlinge erst ins Land geholt, sagte der nordrhein-westfälische Parteichef dem "Tagesspiegel". "Mit 800 000 Flüchtlingen kalkulierte das Bundesinnenministerium bereits ab Ende Juli, lange vor Merkels Entscheidung vom 4. September."

"Hysterische Debatte"

Das Ministerium hatte die bislang für 2015 genannte Gesamtzahl von 1,1 Millionen Neuankömmlingen am Freitag nach unten korrigiert, auf 890 000.

Es sei auch im vergangenen Jahr schon klar gewesen, dass die Erfassungssysteme nicht aufeinander abgestimmt gewesen seien, dass Flüchtlinge doppelt registriert worden seien und dass es deshalb keine Million werden würde, erklärte Laschet.

Dass Populisten dennoch mit vagen Zahlen Stimmung gemacht und eine "hysterische Debatte" losgetreten hätten, sei wenig überraschend. "Erschütternd ist allerdings, dass auch Teile der politischen Klasse die Fakten ignoriert haben", kritisierte er. "Es zeigt sich, dass viele Szenarien die verbreitet wurden, völlig überzogen waren."

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