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BDI-Präsident warnt: AfD-Erfolg ist Gift für Deutschland als Exportnation

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ULRICH GRILLO
BDI-Präsident Ulrich Grillo warnt vor den Folgen eines Einzugs der AfD in den Bundestag | TOBIAS SCHWARZ via Getty Images
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  • BDI-Präsident Ulrich Grillo warnt vor den Folgen eines Einzugs der AfD in den Bundestag
  • Die nationalistische Position der Partei sei Gift für Deutschland als Exportnation

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, befürchtet bei einem Einzug der AfD in den Bundestag negative Folgen für die deutsche Wirtschaft.

"Der Rückzug ins Nationale ist keine Alternative für Deutschland", sagte Grillo dem Berliner "Tagesspiegel".

Mit Ängsten zu spielen sei schamlos. "Gegen Europa, gegen die transatlantische Partnerschaft, gegen Zuwanderung zu sein - das ist Gift für uns als Exportnation. Der Ruf unseres Landes droht sich zu verschlechtern."

"Die Wirtschaft muss ins Gespräch kommen mit verunsicherten Bürgern"

Auf die Frage, welchen Beitrag Unternehmer, Manager und Wohlhabende leisten sollten, um Protestwähler für etablierte Parteien zurückzugewinnen, sagte Grillo: "Wir alle müssen raus aus der Komfortzone. Wir aus der Wirtschaft wollen ins Gespräch kommen mit Skeptikern und verunsicherten Bürgern."

Zu TTIP und Handelsabkommen generell habe man beim BDI einen Bürgerdialog ins Leben gerufen.

Außerdem ermuntere man Verbände und Unternehmen, vor Ort den Dialog mit den Menschen zu suchen. "Verständnis und Vertrauen, das verloren gegangen ist, lassen sich nur mühsam zurückgewinnen", sagte Grillo.

"Rechtspopulisten sind eine Gefahr für die ökonomische Entwicklung"

Vor den wirtschaftlichen Folgen einer starken AfD warnt auch die Politik schon länger.

"Ob Donald Trump, Marine le Pen oder Geert Wilders – all diese Rechtspopulisten sind nicht nur eine Gefahr für Frieden und sozialen Zusammenhalt, sondern auch für die ökonomische Entwicklung“, warnte so Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bereits Anfang des Jahres in einem Interview mit der Nachrichtenseite "Welt.de".

"Die Rechtspopulisten versprechen ihren Anhängern einen Weg zurück in eine Märchenwelt, in der sich das Wirtschaftsleben nur in den Grenzen der eigenen Nation abspielt", sagte Gabriel. "Aber noch nie in der Geschichte konnten sich Volkswirtschaften in selbst gewählter Abschottung weiterentwickeln."

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