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"Ich bin ein Mensch, ich mache Fehler": Tauber erklärt sich nach Mobbing-Vorwürfen

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TAUBER
dpa
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  • Tauber erklärt sich auf dem Kreisparteitag seines Heimatverbandes
  • "Ich bin ein Mensch, ich mache Fehler", sagte er in Bruchköbel

Nach den schweren Mobbing-Vorwürfen in den vergangenen Tagen hat sich CDU-Generalsekretär Peter Tauber auf dem Kreisparteitag seines Heimatverbandes erklärt.

Zumindest ein bisschen.

Die Mobbing-Vorwürfe gegen Tauber gehen mehrere Jahre zurück auf seine Zeit als Kreisvorsitzender. Bekannt ist, dass ein Papier mit Methoden kursierte, um die damalige CDU-Geschäftsführerin Anne Höhne-Weigl mit fragwürdigen Methoden aus dem Amt zu drängen.

Wie schon zuvor bestritt Tauber, es mitverfasst zu haben. "Ich habe es nicht verfasst, aber wie andere geschwiegen", sagte er am Freitagbend in Bruchköbel. "Ich bin ein Mensch, ich mache Fehler".

Nach der Rede gab es Standing Ovations für den Generalsekretär - und "keine Fragen, keine Diskussion", wie eine Journalistin der Hessenschau auf Twitter schrieb.

Unterdessen musste sich Tauber am heutigen Freitag wegen neuen Vorwürfen erklären. Wie die "Welt" berichtete, soll Tauber auf einerVeranstaltung Ende 2015 parteiinterne Kritiker heftig beschimpft haben. "Wer hier nicht für Merkel ist, ist ein Arschloch und kann gehen", soll Tauber demnach gesagt haben.

Tauber könne sich daran nicht erinnern, sagte der Generalsekretär der "Welt". "Wenn dieser Kraftausdruck gefallen sein sollte, dann tut er mir leid."

Eigentlicher Anlass des Kreisparteitags ist die Kür der CDU-Kandidatin für die Landratswahl, Srita Heide. Die in Indien geborene Kreispolitikerin ist die bislang einzige bekannte Bewerberin der Christdemokraten.