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Polizei findet Bombenmaterial und Waffen in Auto: A93 komplett gesperrt

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KIEFERSFELDEN
Deutsch-österreichischer Grenzübergang (Archivbild) | Philipp Guelland via Getty Images
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  • Die Polizei hat bei einer Grenzkontrolle Waffen und Material für den Bau von Bomben gefunden
  • An der Grenze zu Österreich wurde in Kiefersfelden die A93 komplett gesperrt
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Bei einer Routine-Kontrolle auf der Autobahn 93 am deutsch-österreichischen Grenzübergang bei Kiefersfelden hat die Polizei in einem Auto brisantes Material gefunden: Waffen und Material, das möglicherweise zum Bombenbau dienen kann.

Wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) sagte, handelte es sich bei den "sprengstoffähnlichen Gegenständen" um drei Rohre, wahrscheinlich Schwarzpulver und mögliche Zündvorrichtungen. Funktionstüchtig seien die mutmaßlichen Bomben nicht gewesen.

Messer und andere Waffen gefunden

Der schwarze Mittelklassewagen war den Beamten gegen 22.30 Uhr am Donnerstagabend bei einer Überprüfung am Grenzübergang aufgefallen.

Neben den verdächtigen Materialien fand die Polizei darin Hieb- und Stoßwaffen wie etwa Messer sowie Betäubungsmittel.

Nachdem in der Kontrollstelle das verdächtige Material gefunden wurde, wurde die Autobahn in beiden Richtungen ebenso wie eine direkt daneben liegende Raststätte stundenlang gesperrt. Ein Großaufgebot von Bundes- und Landespolizei war im Einsatz.

Kurz vor 6 Uhr am Freitagmorgen wurde dann Entwarnung gegeben. "Es bestand keine Explosionsgefahr", sagte ein Polizeisprecher. Die Sperrung der Autobahn wurde aufgehoben.

Vier Männer festgenommen

Der Fahrer des Wagens war den Angaben nach ein 39 Jahre alter Pole. Mit im Auto saßen drei Afrikaner von der Elfenbeinküste und aus Guinea im Alter von 20, 29 und 37 Jahren ohne Papiere. Möglicherweise wollte der Pole sie illegal nach Deutschland einschleusen. Dies werde derzeit geprüft, sagte die Sprecherin der Bundespolizei.

Die vier Männer in dem Waren wurden festgenommen. Sie sollten einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei.

Sprengstoffexperten des LKA prüfen nun, ob es wirklich Schwarzpulver ist und woher es stammen könnte. Noch seien viele Fragen offen, sagte der LKA-Sprecher: Etwa wie die Männer genau in Verbindung stehen, wo sie herkamen und wo sie hinwollten.

"Grenzkontrollen bringen was"

Die Bundespolizei wertete den Fund als Erfolg: "Man sieht: Die Grenzkontrollen bringen was", sagte die Sprecherin.

Erst am Donnerstag war ein 51-Jähriger aus Montenegro, der im November 2015 mit einem Auto voller Waffen auf dem Weg nach Paris erwischt wurde, vom Münchner Landgericht zu vier Jahren Haft verurteilt. Der Mann war wenige Tage vor den Pariser Terroranschlägen an der A8 nahe Rosenheim von der Polizei aufgegriffen und festgenommen worden.

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