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"Sind wir ein Volk von Waschlappen?": Dieser 80-Jährige spricht in einem Leserbrief Millionen Deutschen aus der Seele

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LESERBRIEF
Ein 80-Jähriger ärgerte sich über die AfD und landete einen viralen Hit auf Facebook. | SZ/ Facebook
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  • Der 80-jährige Jochen F. Wurster ärgerte sich über die Wahlerfolge der AfD
  • Mit seinem Kommentar landete er einen Hit auf Facebook
  • Dabei mag er das soziale Netzwerk nicht einmal

Der 80-jährige Jochen F. Wurster nutzt kein Facebook und trotzdem hat er mit seinen Worten in dem sozialen Netzwerk einen Viralhit gelandet.

Wurster ärgerte sich über die jüngsten Wahlerfolge der AfD und hat deswegen vor einer Woche einen kurzen Leserbrief an die "Süddeutsche Zeitung" geschickt.

"Ich kann das Gejammere um die Erfolge der AfD nicht mehr hören! Sind wir ein Volk von Waschlappen, Feiglingen, Angsthasen?", schrieb er. "Unsere Kanzlerin ist die einzige Führungskraft in Europa, die als Vorsitzende einer christlich-demokratischen Partei den wahren christlichen kategorischen Imperativ befolgte: Hilf einem Mitmenschen, der in Not ist!“

Die "Süddeutsche Zeitung" druckte Wursters Brief in der Wochenendausgabe und bereits am Montag landete der Kommentar auch auf Facebook. Ein Leser fotografierte den Leserbrief des 80-Jährigen und postete ihn mit den Worten: "Auf den Punkt! Danke."

Innerhalb der ersten fünf Tage wurde der Beitrag bereits fast 13.000 mal geteilt – und zwar ohne, dass der Autor des Textes das selbst mitbekommen hat.

Helfen statt Schimpfen

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, nutzt Jochen Wurster selbst kein Facebook, er kann es nicht einmal leiden. Der promovierte Mediziner traue dem Netzwerk nämlich nicht, wenn es um den Umgang mit Daten geht.

Der Erfolg seines Leserbriefes auf Facebook habe ihn deshalb sehr erstaunt. Weitere Aufmerksamkeit in dem sozialen Netzwerk wünsche er sich allerdings nicht. Stattdessen betonte er gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", dass es in Presse und Politik nicht genügend Zuversicht gebe, wenn es um die Flüchtlingssituation geht. Statt zu schimpfen, solle entschlossen gehandelt werden, sagte er.

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(vr)