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"Kann die Wahl nicht gewinnen": In der SPD formiert sich Widerstand gegen Gabriels mögliche Kanzlerkandidatur

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SIGMAR GABRIEL
German Economy Minister Sigmar Gabriel attends a news conference in Berlin, Germany, July 13, 2016. REUTERS/Hannibal Hanschke | Hannibal Hanschke / Reuters
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  • In der SPD formiert sich laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" Widerstand gegen eine mögliche Kanzlerkandidatur von Parteichef Gabriel
  • Er kommt ausgerechnet aus seinem Heimatverband Niedersachsen

Macht er's - oder macht er's nicht?

Die mögliche Kanzlerkandidatur des SPD-Chefs Sigmar Gabriel ist die heißeste Personalie der Sozialdemokraten. Offiziell will man sich darauf erst nächstes Jahr einigen.

Doch in der Partei formiert sich Widerstand, der sich nun in einer Sitzung niedersächsischer SPD-Bundestagsabgeordneten mit Fraktionschef Thomas Oppermann entladen haben soll. Darüber berichtet die "Süddeutsche Zeitung" vom Freitag, die sich auf Angaben von Teilnehmern der Sitzung bezieht.

"Gabriel kann die Wahl nicht gewinnen"

So soll laut "SZ" der Sprecher der Parlamentarischen Linken, Matthias Miersch, von Zweifeln an der Basis berichtet haben, dass Gabriel "die Wahl nicht gewinnen kann".

Von anderen Teilnehmern soll geäußert worden sein, "dass das mangelnde Vertrauen von erheblichen Teilen der Bevölkerung in Gabriel ein zentrales Problem sei", heißt es in dem "SZ"-Bericht. Von fehlendem Vertrauen an der Basis berichtete laut "SZ" auch der Vorsitzende der Landesgruppe Lars Klingelbeil.

Die Sorgen, dass Gabriel Merkel nicht schlagen kann, sollte sie nocheinmal antreten, sind berechtigt.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die "Bild" sprachen sich im April nur 21 Prozent der Befragten für den Parteichef aus. Nur knapp dahinter landete auf dem dritten Platz die nordrheinwestfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Steinmeier ist an der Basis am Beliebtesten

Die meisten Befragten - etwa vierzig Prozent - sprachen sich für Außenminister Frank-Walter Steinmeier aus. Weil Außenminister tendenziell beliebt in Deutschland sind, ist das wenig überraschend. Dennoch ist Steinmeier gerade kaum präsent, das könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Deutschen dem erfahrenen Politiker auch ohne mediale Aufmerksamkeit stark vertrauen.

Wie wichtig die Popularität des Kandidaten ist, zeigten die Landtagswahlen im März. Die Sozialdemokraten wissen: Den Ministerpräsidenten-Posten in Rheinland-Pfalz konnte sich die Partei nur sichern, weil Malu Dreyer so beliebt ist.

In Baden-Württemberg wurden die Grünen dank der Popularität ihres Spitzenkandidaten Winfried Kretschmann sogar stärkste Partei und überholte die CDU.

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(bp)