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"Dogs"-Regisseur Todd Philipps: "Die Waffenkontrolle in Amerika ist außer Kontrolle"

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Todd Phillips ist Regisseur von

Todd Phillips (45) ist bestens bekannt als der Macher der weltweit erfolgreichen "Hangover"-Filme. Jetzt kommt der Regisseur mit einem neuen Streifen in die Kinos. "War Dogs" basiert auf einer wahren Geschichte, die zunächst im "Rolling Stone"- Magazin veröffentlicht worden war.

Dabei geht es um zwei Freunde (Jonah Hill und Miles Teller), die als echte "Stoner" faul und relativ unmotiviert durchs Leben ziehen. Nur leider lässt sich auf diese Weise überhaupt kein Geld verdienen. Schnell kommen sie auf die Idee, eine wenig bekannte staatliche Regelung für sich auszunutzen, nach der sich auch kleine Firmen um große amerikanische Rüstungsaufträge bewerben dürfen. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten beginnt ihr Geschäft zu florieren, das Geld fließt in Strömen, und schon bald können sie sich ein Leben in Luxus gönnen.

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Als die beiden Kumpels dann auch noch einen Regierungsaufrag für 300 Millionen Dollar ergattern, um Waffen an die amerikanischen Verbündeten in Afghanistan zu liefern, ufert diese Story in eine Geschichte aus, die selbst Hollywood kaum besser hätte erfinden können.

Für Jonah Hill geschrieben

Phlllips wurde erstmals auf den Artikel im "Rolling Stone"-Magazin aufmerksam gemacht, "als Produzent Mark Gordon mir die Geschichte zuschickte. Ich war sofort total begeistert. Als ich dann ein bisschen weiter recherchierte merkte ich schnell, dass sich hier tatsächlich ein Film verbergen könnte", so Phillips im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Ursprünglich, so der "Hangover"-Regisseur weiter, habe Phillips den Film für Jonah Hill ("Wolf of Wall Street") geschrieben. Als der Schauspieler allerdings aufgrund eines Terminkonflikts die Hauptrolle zunächst absagen musste, glaubte Phillip, dass das Projekt vielleicht im Keim ersticken könnte.

"Aber dank einer zufälligen Terminklärung konnte Jonah dann doch. Ich war total begeistert", erzählt Phillips, der mit Bradley Cooper einen weiteren "alten, Weggefährten" für diesen Film gewinnen konnte und ohne Umschweife zugibt, "dass ich gerne mit alten Bekannten und guten Freunden auf Sets herumturne, weil mir das ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit gibt". Seinen Film möchte Phillips nur ungern als Drama oder als Komödie einstufen - "es ist wohl eher genau dazwischen einzuordnen".

Waffengewalt in den USA

Auf die Frage, ob dieser Film im Zuge des jüngsten Terrors und der "Waffen-Diskussionen" in den USA besonders in die Zeit passe und ob das vielleicht sogar von Phillips beabsichtigt war, sagte der Regisseur: "Nein, in diesem Film ist das zentrale Thema ja nicht die Waffengewalt in den USA. Es geht hier mehr um das Militär und um das Luxusleben, das diese beiden Typen geführt haben."

Phillips weiter: "Selbst in Amerika stimmt die Anti-Waffen-Lobby zu, dass die Armee bewaffnet sein muss". Allerdings fügt er auch hinzu: "Der Mangel an Waffenkontrolle ist in den USA total außer Kontrolle und grenzt fast schon an Schwachsinn."