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Das größte Mysterium rund um die Backstreet Boys ist endlich gelöst

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BACKSTREET BOYS
Das größte Mysterium rund um die Backstreet Boys ist endlich gelöst | John Salangsang/Invision/AP
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Das letzte Jahr des letzten Jahrtausends war ein gutes – wenn man ein Backstreet Boy war.

1999 verkaufte die Boyband 9,5 Millionen Platten ihres Albums "Millenium“, es war das bestverkaufte Album des Jahres. Die bekannteste Single des Albums war "I want it that way“ – und das, obwohl der Text des Liedes keinen Sinn ergibt.

Viele Textpassagen widersprechen sich. Es ist auch nicht ganz klar, ob "I want it that way“ nun ein Liebeslied, ein Trennungssong oder ein Song über eine fremde Emotion ist, die Menschen gar nicht fühlen können.

Mehrere Medien, darunter das Magazin "LA Weekly“, versuchten, das Mysterium rund um das Lied zu lösen. John Seabrook, Redakteur beim Magazin "New Yorker“, tauchte 2015 so tief in den Text ein, dass daraus sein Roman "The Song Machine“ entstand.

Ein Schwede vergeigte den Text

Bisher war nur bekannt, dass der Songschreiber Max Martin Schwede ist und zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich gut Englisch sprach. Daher verstand er selbst gar nicht, dass sein Text etwas kryptisch ist. (Er hat übrigens auch Britney Spears' "Baby one more time“ geschrieben, das genau so wenig Sinn macht, weil er dachte, dass "hit“ so viel wie „ruf“ heißt.)

Die Huffington Post USA wollte noch mehr über den Backstreet-Boys-Song wissen und hat die Menschen gefragt, die es wissen sollten: Nick Carter, Kevin Richardson und A. J. McLean. Ja, das sind drei der fünf Mitglieder der Band.

"Das ist lustig, weil wir eigentlich nichts an dem Text auszusetzen hatten, als wir ihn zum ersten Mal hörten“, sagte Carter der HuffPost. "Und dann meinte der Chef des Plattenlabels Jive, dass er und die Mitarbeiter vom Marketing den Text gerne ändern würden.“

"Damit der Song mehr Sinn macht“, fügt Bandkollege Richardson hinzu.

Die Backstreet Boys wählten absichtlich den sinnlosen Text

Die Backstreet Boys nahmen ihr Album letztlich mit dem Label Jive auf, also hätten die Verantwortlichen den Nonsens-Song auch rausnehmen können.

"Wir haben wirklich viele bekannte Produzenten beauftragt, den Song neu zu schreiben“, sagte Carter weiter. "Es gab sogar eine andere Version des Songs und wir hörten sie uns an. Am Ende entschieden wir uns aber für die erste Variante.“

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Die Legende endet hier. Also Schluss mit den Spekulationen, warum zum Teufel die Band nicht merkte, dass sie Blödsinn sang.

Carter erklärte, dass die Band damals "genug Macht hatte“, um am Ende selbst zu entscheiden, welche Version sie gerne hätte. Sie nahm die Originalversion – und es hat sich bewährt.

McLean sagt dazu: "Ich denke nicht, dass der Song so erfolgreich geworden wäre, wenn wir die abgeänderte Variante genommen hätten. Also die, die Sinn macht.“

Fans finden einen Sinn in dem Song

Die HuffPost fragte noch einmal nach, warum die Nonsens-Version der Band besser gefallen habe.

Und Richardson versuchte es zu erklären: "Manchmal sollte man einfach nicht zu viel nachdenken. Ich denke, die zweite Version, die wir aufgenommen haben, machte zwar mehr Sinn, aber die Reime fühlten sich nicht mehr gut an. Es reimte sich einfach nicht mehr so fließend, deshalb haben wir uns auf das Bauchgefühl verlassen.“

Am Ende wurde es einer der bekanntesten Songs der Backstreet Boys, also war ihr "Bauchgefühl“ wohl nicht ganz so schlecht.

"Ich spreche oft mit Fans, für die der Text total Sinn macht, weil jeder ihn anders interpretiert und er in jedem etwas anderes weckt“, sagte Richardson.

Hier könnt ihr den Song mit dem abgeänderten (sinnvollen) Text hören:

No goodbyes - Backstreet Boys (forgotten song) from Michael Staal-Olsen on Vimeo.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Valentina Resetarits aus dem Englischen übersetzt.

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(sk)