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Von wegen ewig haltbar: Der große Irrtum über H-Milch

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HMILCH
Von wegen ewig haltbar: Der große Irrtum über H-Milch | ASSOCIATED PRESS
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Am Wochenende hat die Firma Hochwald H-Milch, die in vielen Supermarkt-Ketten verkauft wird, zurückgerufen. Das hat hohe Wellen geschlagen.

Schließlich ist die H-Milch eine äußerst beliebte Alternative zur Frischmilch und wird von viele deutschen Haushälten in Massen gekauft. Hält sie sich doch deutlich länger. Doch was viele nicht wissen: Auch die H-Milch ist trotz ihres Namens - das H steht für haltbar - und ihrer Verarbeitung verderblich. Und zwar nach dem Öffnen.

Eine geöffnete Packung H-Milch wird genauso schnell schlecht wie Frischmilch. Und gerade bei H-Milch ist es schlecht zu erkennen, ab wann man sie nicht mehr trinken sollte, wie das Magazin "Stern" nun warnt.

Auch H-Milch muss nach zwei bis drei Tagen verbraucht sein

Zwar ist es richtig, dass H-Milch ungekühlt in einer verschlossenen Packung für Monate haltbar bleibt. Der Grund dafür ist das Verfahren zur Herstellung der H-Milch: Die Milch wird für wenige Sekunden auf Temperaturen zwischen 135 und 150 Grad Celsius ultrahocherhitzt und im Anschluss wieder abgekühlt. Dabei werden alle vermehrungsfähigen Keime abgetötet.

Für eine geöffnete Packung gelten jedoch auch die gleichen Regeln wie für den Verbrauch von Frischmilch. Wird die Verpackung geöffnet, können Keime hineingelangen und sich darin bestens vermehren. "Deshalb sollte eine geöffnete H-Milch immer gut verschlossen, gekühlt gelagert und innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden", rät der Ernährungsdienst "Aid“ auf seiner Website.

Das Gefährliche: H-Milch verdirbt ohne Säuerung, sodass man den Verderb nicht feststellen kann. Frischmilch dagegen wird dicker und bildet Flocken, wenn sie schlecht wird. Das können Verbraucher riechen und schmecken.

Im schlimmsten Fall droht nach dem Genuss von verdorbener Milch eine Lebensmittelinfektion. Erbrechen und Übelkeit können die Folgen sein.

Rückruf wegen potentieller kontaminierter Milch

Am Wochenende hat die Hochwald-Nahrungsmittelgruppe H-Milch zurückgerufen, da sie potenziell mit dem Keim Bacillus cereus belastet sein könnten. Betroffen sind unter anderem Produkte der Supermarktketten Edeka, Lidl, Netto, Penny und Kaufland. Es handelt sich um H-Mich mit Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen dem 27. und 31. Dezember dieses Jahres.

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(vr)